Kreisrat warnt vor erneuter Kriegsgefahr

Gedenken Blumen für die Opfer des Faschismus

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Hans-Joachim Gruve (re.) bei seiner Ansprache anlässlich des Tags der Befreiung vom Faschismus am Ehrenmal in Nennigmühle. Foto: Jan Görner  Foto: Jan Görner

Nennigmühle. Die Blumen zu Ehren des Tages der Befreiung vom Hitlerfaschismus mussten am 8. Mai am Ehrenmal in Nennigmühle auf die Erde gelegt werden. Die dafür vorgesehene hölzerne Bank ist vorher entwendet worden.

Kritik an Bundesaußeminister Maas

Etwa 20 Frauen und Männer aus der Region gedachten der Opfer des Krieges und der Nazidiktatur. Hans-Joachim Gruve ist Kreisrat für die Partei "Die LINKE". Er belegte anhand der Schlacht von Stalingrad, dass es längst nicht nur Deutsche und Österreicher waren, die Hitler in den Krieg gefolgt waren. "Dort haben auch Rumänen, Ungarn, Ukrainer und Soldaten aus anderen Ländern an der Seite der Wehrmacht gekämpft", sagte er. Eindringlich warnte er vor erneuter Kriegsgefahr und kritisierte dabei heftig den derzeit amtierenden Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD).

Er wünsche sich im Interesse eines friedlichen Europas ein freundschaftliches Verhältnis mit Russland. Auch die Wirtschaftssanktionen sollten, wie er findet, aufgehoben werden. Schließlich würde das auch der deutschen Wirtschaft schaden. Gefreut hat er sich darüber, dass der Exkanzler der SPD Gerhard Schröder dem Präsidenten der Russischen Föderation Wladimir Putin als zweiter die Hand für die Glückwünsche zum Geburtstag reichte. Im Anschluss an die kurze Ansprache legten die Anwesenden ihrerseits Blumen zu Füßen des Ehrenmals in Nennigmühle nieder.