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Kriminalstatistik: 10.122 Straftaten im Erzgebirge und 7,9 Millionen Euro Schaden

Polizei Delikte bleiben 2019 im Vergleich zum Vorjahr konstant

Erzgebirge. 

Erzgebirge. Die Kriminalstatistik des Erzgebirgskreis 2019 wurde heute veröffentlicht und gibt bekannt, dass im Jahr 2019 insgesamt 10.122 Straftaten registriert wurden. Damit sank die Zahl um sieben Fälle im Vergleich zum Vorjahr. Davon konnten 6.841 Fälle (67,8 Prozent) aufgeklärt werden.

7,9 Millionen Euro Schaden

Der gemeldete finanzielle Schaden betrug insgesamt zirka 7,9 Millionen Euro, wobei etwa 3,3 Millionen Euro Schaden durch Wirtschaftskriminalität und etwa 2,4 Millionen Euro durch Diebstahlskriminalität entstanden.

Die Häufigkeitsziffer, die ausdrückt, wie viele Straftaten statistisch auf 100.000 Einwohner entfallen, liegt bei 2.997. Im Bereich der allgemeinen Kriminalität wurden 9.803 Fälle (-78) registriert, von denen 6.522 (66,5 Prozent) aufgeklärt wurden. Weiterhin wurden 319 (+71) Straftaten gegen das Aufenthalts-, Asyl- und Freizügigkeitsgesetz aktenkundig. Die Aufklärungsquote beträgt hier 100 Prozent.

Rund 4.000 deutsche und 1.000 ausländische Täter

Dabei stehen deutlichen Rückgängen, beispielsweise bei Diebstählen unter erschwerenden Umständen (-283 Fälle) oder Rohheitsdelikten (-65 Fälle), auch deutliche Anstiege, beispielsweise bei Betrug (+96 Fälle) oder Sachbeschädigungen (+157 Fälle) gegenüber. Insgesamt wurden 4.944 Tatverdächtige ermittelt. Dabei handelt es sich um 4.029 deutsche und 915 nichtdeutsche Tatverdächtige. Über ein Drittel der nichtdeutschen Tatverdächtigen (312) verstießen gegen Bestimmungen des Aufenthalts-, Asyl- und Freizügigkeitsgesetzes. 2019 wurden 2 089 Personen Opfer einer Straftat. Betroffen waren zu 58,3 Prozent männliche und zu 41,7 Prozent weibliche Personen.

Ausgewählte Deliktsbereiche

Der Anteil der Diebstahlskriminalität am Gesamtaufkommen der Straftaten liegt bei 26,1 Prozent. Die Statistik weist 1.597 Diebstähle ohne erschwerende Umstände (+14 Fälle) sowie 1.047 Diebstähle unter erschwerenden Umständen (-283 Fälle) aus. Viele Erscheinungsformen weisen geringe Zu- oder Abnahmen der Fallzahlen auf. Auffällig geringe Fallzahlen waren bei Ladendiebstählen (390 Fälle/-110) sowie Fahrraddiebstählen (165 Fälle/-78) zu verzeichnen.

Zahl der Wohnungseinbrüche deutlich gesunken

Im Bereich der Wohnungseinbrüche sind die Fallzahlen im Vergleich zum Vorjahr um 60 auf nun 57 Fälle gesunken. Bei 23 Fällen davon handelt es sich um Tageswohnungseinbrüche. Die Aufklärungsquote liegt bei 19,3 Prozent.

Diebstahlsdelikte ums Kraftfahrzeug

Bei Diebstählen rund ums Kraftfahrzeug ist die Entwicklung im Jahr 2019 im Erzgebirgskreis unterschiedlich. Während bei Diebstählen von Kraftwagen1 ein Zuwachs um elf Fälle auf nun 54 Fälle sichtbar ist, gingen die Fallzahlen bei Diebstählen von Krafträdern1 (34 Fälle/-15) sowie Diebstählen an bzw. aus Kraftfahrzeugen (296 Fälle/-12) leicht zurück.

Rauschgiftdelikte

Die Zahl der Rauschgiftdelikte ist im vergangenen Jahr um 75 Fälle auf nunmehr 863 Fälle gestiegen. Die Aufklärungsquote liegt bei 96,9 Prozent. Insgesamt wurden 758 Tatverdächtige ermittelt. Dabei handelt es sich um 645 deutsche Tatverdächtige sowie 113 nichtdeutsche Tatverdächtige (14,9 Prozent). Der überwiegende Teil der Taten entfällt mit 665 Fällen auf allgemeine Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz (sogenannte Konsumentendelikte).

Einem leichten Rückgang der Fallzahlen bei allgemeinen Verstößen mittels Crystal (185 Fälle/-11) steht ein Anstieg der Fallzahlen bei allgemeinen Verstöße mittels Cannabis und dessen Zubereitungen (438 Fälle/+41) gegenüber. Zudem wurden 108 Ermittlungsverfahren (+22 Fälle) wegen unerlaubtem Handel und Schmuggel abgeschlossen.

Im Jahr 2019 wurde im Erzgebirgskreis kein Drogentoter registriert.

Sachbeschädigungen

Sachbeschädigungen werden unter der Obergruppe sonstige Straftaten nach StGB erfasst. Von den dort verzeichneten 2. 732 Taten entfallen über die Hälfte auf Sachbeschädigungen. Im Jahr 2019 wurden im Landkreis Mittelsachsen 1.543 Fälle und damit 157 Fälle mehr als 2018 erfasst. Der Anteil der Sachbeschädigungen an der Gesamtkriminalität beträgt 15,2 Prozent. 474 Fälle (30,7 Prozent) konnten aufgeklärt werden.

Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung

Bei Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung wurden im vergangenen Jahr 192 Fälle und somit 32 Fälle mehr als im Vorjahr registriert. Der Anstieg resultiert hauptsächlich aus Anstiegen der Fälle von Verbreitung von Pornografie (72 Fälle/+23) sowie sonst. sexuellem Missbrauch von Kindern (56 Fälle/+22). Diese beiden Erscheinungsformen weisen in dieser Obergruppe die höchsten Fallzahlen auf. Die Aufklärungsquote liegt bei 93,2 Prozent.

Rohheitsdelikte/Straftaten gegen die persönliche Freiheit

Die Fallzahl der Rohheitsdelikte bzw. Straftaten gegen die persönliche Freiheit ging um 65 Fälle auf nunmehr 1.643 Fälle zurück. Geringere Fallzahlen waren bei Taten der vorsätzlichen einfachen Körperverletzung (730 Fälle/-32) sowie der Bedrohung (236 Fälle/-41) zu verzeichnen. Die Aufklärungsquote liegt bei 91,8 Prozent.

Gewaltkriminalität

Die Gewaltkriminalität bewegt sich bei einem Anstieg um drei Fälle auf dem Niveau des Jahres 2018. Insgesamt wurden 323 Fälle registriert. Die entspricht einem Anteil von 3,2 Prozent der Gesamtkriminalität. Die Aufklärungsquote liegt bei 83 Prozent. Das Gros der Delikte im Bereich der Gewaltkriminalität sind gefährliche und schwere Körperverletzungen (261 Fälle).

Straßenkriminalität

Im Bereich der Straßenkriminalität wurden 2019 insgesamt 1.592 und somit 50 Fälle mehr als im Vorjahr registriert. Der Anteil der Straßenkriminalität an der Gesamtkriminalität liegt bei 15,7 Prozent. Ein Großteil der Taten sind Fälle von Sachbeschädigungen an Kfz (443 Fälle/+60), sonstige Sachbeschädigungen auf Straßen (429 Fälle/+28) sowie Diebstähle an oder aus Kfz (296 Fälle/-12).

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