Kritik an der neuen Ortsumfahrung

Diskussion Wolkensteiner fürchten Verkehrslärm - Hohndorfer wollen Umgehung

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Foto: nastenkapeka/Getty Images/iStockphoto

Wolkenstein. Es ist der Lärm, den Wolkensteiner als Auswirkung des Neubaus einer Ortsumfahrung für ihre Stadt besonders fürchten. Das wurde zur Einwohnerversammlung in der Bergstadt deutlich, in der es schwerpunktmäßig um den Bau neuer Straßen in der Region ging. Ein Vertreter des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr hatte die Pläne zum Bau einer Ortsumgehung für Wolkenstein und Gehringswalde erläutert.

Bürger möchten keinen Verkehrslärm

Daraufhin berichtete eine Frau von ihrer Angst vor dem Bau der Straße und davon, in ihrem Haus möglicherweise künftig unter einer Brücke zu schlafen, über die Autos fahren. Bei dem Treffen wurde deutlich, dass viele Wolkensteiner die Ortsumfahrung ablehnen.

Die Befürchtung, dass der Verkehrslärm in den Alltag eingreift, die Lebensqualität verschlechtert, bestätigte eine Falkenbacherin. Sie wohnt in der Nähe der vor wenigen Jahren gebauten Ortsumfahrung von Falkenbach. Sie könne nur noch schlecht schlafen, auch bei brütender Hitze im Sommer müsse das Fenster nachts wegen des Verkehrslärms geschlossen bleiben, berichtete sie. Sie flüchte regelmäßig vor dem Lärm, verbringe freie Tage nicht mehr zu Hause. Die versprochene Lärmschutzwand sei nicht gebaut worden.

Hohndorfer wollen eine Ortsumfahrung

Eine solche Mauer sie nie geplant gewesen, hieß es dagegen seitens des Landesamtes. Ganz andere Sorgen hat die Bürgerinitiative (BI) Hohndorf. Während die Wolkensteiner den Bau einer Ortsumfahrung eher ablehnen, kämpfen Hohndorfer seit mehr als 15 Jahren für eine Umgehung der B 174, die ihren Ort zerschneidet. Noch immer wird der Straßenbau geplant, so das Landesamt. Deshalb überlegt die BI, wie vor einigen Jahren, auf die Straße zu gehen und für eine Umfahrung zu demonstrieren.