Kritik an Rotstift-Politik

Aktuell Petition hat bereits mehr als 500 Unterstützer

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Die Wetterwarte auf dem Fichtelberg soll ab 2019 ohne jegliches Personal arbeiten. Foto: Ilka Ruck

Oberwiesenthal. Im Kampf um den Erhalt der Wetterwarte auf dem Fichtelberg initiierten die erzgebirgischen Grünen kurz vor Weihnachten eine Petition an den Deutschen Bundestag und das für den Wetterdienst zuständige Verkehrsministerium. Allein über die Weihnachtsfeiertage und Neujahr haben mehr als 500 Bürger die Petition unterzeichnet, um sich für die Wetterwarte auf dem Fichtelberg einzusetzen.

Darüber freut sich auch Ulrike Kahl vom Kreisverband der Grünen und betont: "Eine Fichtelberg-Wetterwarte ohne den Einsatz von Personal ist den Menschen nicht vermittelbar. Gerade bei Witterungsverhältnissen wie in den letzten Tagen wären uns automatisierte Geräte ohne Betreuung durch Wettertechniker reale Wetterdaten schuldig geblieben. Dies gilt erst recht für die Schneehöhenmessung durch Menschenhand, die derzeit an 16 verschiedenen Punkten auf Waldlichtungen des Fichtelbergs durchgeführt wird."

Viele Messgeräte wurden dort oben auf dem Berg schon ausprobiert, mussten aber wieder abgebaut werden, weil sie die Tests nicht bestanden. "Bereits im Jahr 2013 hatte man auf der polnischen Seite der Schneekoppe den Versuch gestartet und nur noch vollautomatisiert Wetterdaten erfasst. Das ist jedoch ebenso misslungen, so dass seit dem vergangenen Jahr dort wieder mit Personal gearbeitet wird", so Ulrike Kahl. Die Petition läuft noch bis zum Frühjahr und kann auch im Internet unterzeichnet werden: www.gruene-erzgebirge.de/petition-wetterwarte.