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Kühnhaide: Ehemaliges Moor in der Bauernhaide wird mit Hilfe von Praktikanten renaturiert

Moor Tina Opitz liegt in den letzten Zügen ihres Umweltpraktikums beim Naturpark Erzgebirge/Vogtland. Ihr Resümee fällt mehr als positiv aus.

Kühnhaide. 

Kühnhaide. Seit etwa 200 Jahren ist das Moor in der Bauernhaide trocken. Unter der Federführung des Naturparks Erzgebirge/Vogtland wird es Gebiet revitalisiert. Wie lange das noch dauern wird, kann die Fachberaterin Anke Haupt nicht sagen, nicht einmal ob sie das selbst noch miterleben wird. Wichtige Schritte dazu sind jedoch getan. Etwa 300 Anstaustellen sind registriert und kartiert. Einen wesentlichen Anteil daran hat neben Anke Haupt auch die nun schon 16. Umweltpraktikantin Tina Opitz. Sie ist seit Anfang Mai in der Bauernhaide. Das ehemalige Moor im Marienberger Ortsteil Kühnhaide ist nach der Flussperlmuschelstation in Raun und dem ehemaligen Grenzstreifen zwischen Sachsen und Bayern die dritte Station ihres Praktikums. Der Schwerpunkt liegt hier im Bereich Naturschutz. In der Bauernhaide hat sie unter anderem Gräben vermessen, kartiert, Lagebeschreibungen sowie GPS-Daten hinzugefügt und so wichtige Voraussetzungen für weitere Arbeiten geschaffen. Schließlich sollen in der Bauernhaide etwa 300 Anstaustellen in unterschiedlichen Bauweisen hergestellt werden. Diese sollen das Wasser am Abfließen aus dem Moor hindern. Die Bauphase der Renaturierung wird die Plauenerin nicht mehr miterleben. Sie wird das Erzgebirge Ende des Monats verlassen. "Ich habe sehr viele praktische Erfahrungen gesammelt, habe neue Arten kennengelernt und besondere Lebensräume wie das Moor gesehen", so das positive Resümee der 25-Jährigen. Sie studiert im Masterstudiengang Geoökologie an der TU Bergakademie in Freiberg. Im Kühnhaider Moor ist sie bereits vor ihrem Umwelt-Praktikum gewesen. Auf mehreren Exkursionen hat sie unter anderem die Stengelhaide bereits erkundet. Seit dem ist sie davon begeistert. Das Praktikum wird bundesweit seit 30 Jahren von der Commerzbank finanziert. Sie zahlt die Unterkunft und stattet die jungen Leute mit einem Taschengeld aus. Für den Naturpark sind die Praktikanten eine große Stütze. "Sie verrichten sehr wichtige Arbeiten. Wir sind seit 2013 Partner für das Umweltpraktikum. Seit dem haben wie vieles realisieren können, was sonst weggefallen wäre und das wäre sehr schade", so die Geschäftsführerin des Naturparks Sigrid Ullmann.