Kulturkreis muss Gebäude räumen

Verein Mitglieder entscheiden im März über ihre Zukunft

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Mike Lieberwirth, Jürgen Steinert, Susanne Ebert und Anja Kochsiek (v.li.) packen derzeit die Akten des Vereins zusammen. Foto: Wendland

Stollberg. Beim Kulturkreis Stollberg und Umgebung packt man seine sieben Sachen zusammen. Der Verein muss das Gebäude am Schillerplatz, wo er bisher sein Domizil hatte, bis zum 31. März vollständig räumen. Damit steht man quasi auf der Straße, denn eine Alternative gibt es derzeit nicht. Das Inventar und alles, was im Gebäude am Schillerplatz vorhanden ist, geht zum Teil an die Stadt und zum Teil auch an andere Vereine. So bekommt beispielsweise der Carnevalsverein die Kostüme, die in der Kulturfabrik im Fundus lagern.

Einige Dinge gehen auch an Privatpersonen - alles gegen eine Spende. Der Kulturkreis Stollberg und Umgebung, der aktuell 25 Mitglieder zählt, war seit 2013 am Schillerplatz ansässig. Die Keramikwerkstatt des Vereins, die in Räumlichkeiten des Kulturbahnhofes ansässig ist, geht an die Stadt Stollberg über, erzählt Susanne Ebert vom Kulturkreis.

Für den 18. März ist eine Mitgliederversammlung des Kulturkreises angesetzt, wo die Zukunft des Vereins eine Rolle spielen wird. Doch Susanne Ebert ist optimistisch, dass der Verein auch künftig weiter existieren wird.

Der Grund, warum der Verein in diese aktuell missliche Lage geraten ist, sind finanzielle Sorgen. Die rühren zum Großteil daher, das Fördermittel, die bisher aus dem Kulturraum Erzgebirge-Mittelsachsen geflossen sind, nicht mehr bewilligt wurden. Ein großer Batzen sind die Nebenkosten, die 2015 fürs Gebäude aufgelaufen sind. Die kann der Verein aus eigener Kraft nicht mehr stemmen.