Kunst mit Fäden und Perlen

Vereine im BLICK Grünhainer Klöppelfrauen halten erzgebirgische Tradition fest in den Händen

Die Frauen des Klöppelvereins Grünhain fertigen neben Borten und Deckchen auch die vielfältigsten dekorativen Wand- und Schmuckelemente. Schon vor der Wende wurden zu DDR-Zeiten fleißig die Fäden geschlagen. Seitdem entstehen mit Garn, Bändern, Mineralien und sogar Holzperlen wunderschöne Arbeiten.

Um diese Tradition auch künftig ehrenamtlich zu hegen und zu pflegen, wurden von der Kreisarbeitsgemeinschaft Oberes Erzgebirge der ländlichen Erwachsenenbildung in Sachsen, in dem der Klöppelverein Grünhain seit 1992 Mitglied ist, Fördermittel für einen Vortrag zur Weiterbildung beantragt.

An den beiden letzten Oktobertagen wurde mit Unterstützung der Volkskunstschule des Erzgebirgskreises und der Klöppelschule Schwarzenberg in den Räumen des Klöppelvereins dazu ein Thema zu verschiedenen Grundvariationen anschaulich behandelt. Unter Anleitung von Klöppellehrerin Mandy Lange fanden sich zwölf Frauen zusammen, um sich mit diesen Techniken vertraut zu machen. "Die Grundvariationen können zum Beispiel für Gardinen in Verbindung mit Stoff oder als Hintergrund für Bildmotive Verwendung finden", erläutert die Leiterin des Klöppelvereins, Annelie Matscheski. Ihr Domizil haben die ehrenamtlich tätigen 20 Klöpplerinnen, darunter zwei Jugendliche, seit August 2007 in der ehemaligen Töpferei im Klostergelände. Dort lassen dienstags von 16 bis 18 Uhr die Kinder und von 18 bis 20 Uhr die Erwachsenen die Klöppel fliegen.

Das älteste Mitglied ist übrigens 89 Jahre. "Wer Interesse an dieser schönen Handwerkskunst findet, darf gern öfters kommen und selbst in unserer Runde mit klöppeln", meint Annelie Matscheski, die betonte: "Probleme bei der Zahl der Mitglieder haben wir noch nicht, aber wir möchten, dass vor allem junge Menschen einmal die Tradition des erzgebirgischen Klöppelns mit Begeisterung fortführen."