"Kunst per Post" wird im Hartmannhaus gezeigt

Ausstellung Das Mail Art-Project des Schwarzenbergers Hans Heß

Oelsnitz. 

Oelsnitz. Mail Art oder besser "Kunst per Post" - dieses Thema steht bei der aktuellen Ausstellung in der Galerie im Heinrich-Hartmann-Haus in Oelsnitz, die bis 2. Juni zu sehen ist. Konkret sind es 7 x 5 - Collagen aus dem Mail Art-Project des Schwarzenberges Hans Heß, der Anfang Februar verstorben ist.

"An seinem Projekt haben sich über 140 Künstler aus fast 30 Ländern beteiligt", erklärt Galerieleiter Alexander Stoll. Teilnehmer aus aller Welt haben ihre Beiträge von 2016 bis 2018 an Hans Heß versendet. Bei Mail Art kommt es vor allem aufs Mitmachen und auf die Kommunikation untereinander an. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Teilnehmer professionelle Künstler oder Hobbykünstler sind.

 

Kleine Collagen präsentierten eine Kommunikation mit der großen und weiten Welt

 

Hans Heß war seit den 1980er Jahren in der Mail Art-Szene aktiv, deren Reiz gerade zu DDR-Zeiten darin bestand, mit der "weiten Welt" in Kontakt zu treten. Der Schwarzenberger war seit 1990 mit eigenen Projekten in die Öffentlichkeit gegangen. Unter anderem mit Alphabet, Herbarium, Art-Match-Box und Frottage. Collagen im kleinen Format von 7 x 5 Zentimetern waren eher zufällig, doch dies stießen unter Künstlerfreunden auf großes Interesse. Also ist ein Mail Art-Projekt initiiert worden.

Neben der Mail-Art im unteren Bereich der Galerie sind im Obergeschoss zudem Arbeiten zu sehen, die im Mal- und Zeichenzirkel des Heinrich-Hartmann-Hauses entstanden sind. Dort sind Kinder und Jugendliche kreativ. Geöffnet hat die Galerie immer Donnerstag 9 bis 17 Uhr sowie Freitag bis Sonntag von 14 bis 18 Uhr. Geschlossen ist Karfreitag und zu Himmelfahrt.