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Kurgesellschaft Schlema mit erfolgreicher Re-Zertifizierung

Zertifizierung Nach Zwangsschließung - Zahl der Gäste stabilisiert sich langsam wieder

Bad Schlema. 

Bad Schlema. Die Kurgesellschaft Schlema ist durch den TÜV Rheinland seit 2005 nach der DIN EN ISO 9001 zertifiziert. Jetzt ist die Re-Zertifizierung erfolgreich durchgeführt worden trotz der erschwerten Bedingungen durch die Corona-Maßnahmen. Das Gütesiegel steht für guten Service und hohe Qualitätsstandards in allen Bereichen des Unternehmens. Wie Geschäftsführerin Dr. Kathrin Bösecke-Spapens erklärt, sei es gerade in diesen Zeiten sehr wichtig, Besuchern eine hohe Sicherheit und Qualität zu bieten. Auf die Re-Zertifizierung sei man sehr stolz. Das Zertifikat hat die nächsten drei Jahre Gültigkeit. Worauf man seitens der Kurgesellschaft selbstverständlich verstärkt achtet, ist das Einhalten der hygienischen Auflagen. Das betrifft nicht nur das Gesundheitsbad "Actinon" mit Saunalandschaft und Wellnessoase, sondern ebenso auch die Physio- und Ergotherapie, das Badcafé, das Kurhotel Bad Schlema mit Beherbergungsbereich und dem Restaurant "2000Acht" als auch das Kulturhaus "Aktivist" mit der bergmännischen Traditionsgaststätte "Zum Füllort". Worauf man in Bad Schlema ebenso stolz ist neben der TÜV-Re-Zertifizierung, ist die zum wiederholten Male ausgereichte Auszeichnung des Nachrichtenmagazins Focus als ein Top-Kurort Deutschlands.

Kommune bürgt für die Kurgesellschaft

Die Zeiten der Corona-Krise sind eine besondere Herausforderung auch für die Kurgesellschaft Schlema. Die Zwangsschließzeit hat Spuren hinterlassen. Man musste den Regelbetrieb einstellen und somit sind fast sämtliche Ertragsquellen der Gesellschaft entfallen und parallel sind die Fixkosten zur notwenigen Vorhaltung, Wartung und Pflege der Kureinrichtungen weitergelaufen. Die Kurgesellschaft ist aufgrund dessen in eine kritische wirtschaftliche Lage geraten. Diese hat sich vor allem im Absinken der Liquidität niedergeschlagen. Das Unternehmen hat mit 87,75 Prozent eine hohe kommunale Beteiligung. Genau diese ist im aktuellen Krisenfall ein Ausschluss-Kriterium gewesen bezüglich der Förderfähigkeit durch öffentlich Corona-Beihilfen. Um die Kurgesellschaft bei der Sicherung der Liquidität zu unterstützen, übernimmt die Große Kreisstadt Aue-Bad Schlema für die Kurgesellschaft eine modifizierte Ausfallbürgschaft für einen Kontokorrentkreditrahmen bei der Volksbank Chemnitz in Höhe von 1 Millionen Euro. Durch die Übernahme der Bürgschaft sinkt der Zinssatz von derzeit 1,15 Prozent für 500.000 Euro auf 0,85 Prozent für 1 Millionen Euro. Und gleichzeitig entfällt eine bisherige Grundschuldhaftung. Damit stehen die Grundschuldteile für das Projekt zur Modernisierung des Kurbades zur Verfügung. Der Stadtrat von Aue-Bad Schlema hat der Übernahme der Ausfallbürgschaft zugestimmt. Der Sachverhalt wird jetzt der Rechtsaufsicht des Landratsamtes des Erzgebirgskreises zur Genehmigung vorgelegt.

Die Mühlen laufen langsam wieder an

Die Bade- und Saunalandschaft des Gesundheitsbades "Actinon" hat wieder geöffnet untere Beachtung der geltenden Hygiene- und Abstandsregeln. Dem Wohlfühlerlebnis steht nichts im Wege. "Die Schließung war schon heftig und wir sind froh, wieder am Start zu sein. Wir waren die Ersten mit, die wieder geöffnet haben", sagt Geschäftsführerin Dr. Kathrin Bösecke-Spapens. Anfänglich sei man skeptisch gewesen, aber so viel wenige Besucher seien es gar nicht. Und die Gäste seien dankbar, dass sie die Angebot des Gesundheitsbad "Actinon" wieder nutzen können. Die Zahl der Besucher stabilisiert sich langsam wieder. Es dürfen gleichzeitig 433 Gäste in Bade- und Saunalandschaft sein. Eine Voranmeldung ist nicht notwendig. Insgesamt hat man unter normalen Umständen eine Kapazität von gleichzeitig 651 Gästen. Schwierig dagegen sei der Gastronomie- und Hotelbereich. Was die Modernisierung des Kurbades angeht, müsse man schauen, wie sich alles entwickelt. Mit dem Fördermittelbescheid rechne man jetzt im Sommer, so Bösecke-Spapens.