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Kurios: Brücke in Kühnhaide nur halbseitig erneuert

massnahme Grenzbrücke nach Tschechien wurde nur auf deutscher Seite saniert

Kühnhaide. 

Kühnhaide. Eine halbe Sache: Die Brücke über die Schwarze Pockau an der Mitteldorfstraße in Kühnhaide wurde in den letzten Wochen aufwändig saniert, allerdings nur exakt bis zur Mitte. Im Rahmen der Schadensbeseitigung aus dem Juni-Hochwasser 2013 wurden die Flügelwände und Widerlager auf deutscher Seite erneuert bzw. instand gesetzt. Die Gesamtkosten der Maßnahme betragen 100.000 Euro und wurden mit Unterstützung des Bundes sowie des Freistaates Sachsen aus dem Ausbauhilfefonds 2013 vollständig gefördert. Da das Fließgewässer Schwarze Pockau streckenweise auch die Grenze zwischen Deutschland und Tschechien markiert, kann seitens der Nachbarn der Landkreis Usti nad Labem leider kein Geld für die Sanierung aufbringen.

Bauwerk wurde um 1900 errichtet

Die Brücke über die Schwarze Pockau, von den Einheimischen auch "Grenzbach´l" genannt, wurde um das Jahr 1900 herum errichtet und verband seinerzeit die beiden Dörfer, den erzgebirgischen Teil von Kühnhaide mit Böhmisch Kienhaid. "Beim Bau der Brücke um 1900 wurden Mängel festgestellt, sodass die wieder abgerissen werden musste. Nach dem Neubau gab es am 4. Januar 1932 Hochwasser, wo sie Schäden davontrug. Bis zur Wende gab es dann hier im Grenzgebiet der DDR zur Tschechoslowakei kein Durchkommen. Heute wird sie dagegen von Wanderern und Radfahrern gern genutzt", weiß Ortschronist Romeo Bräuer.

Einst war Böhmisch Kienhaid ein belebter Ort mit Gasthäusern, man konnte einkaufen, die Brücke wurde mit Heuwagen oder Lieferautos befahren. Mit dem Niedergang Hitlerdeutschlands und den damit verbundenen Gebietsabtretungen wurde Böhmisch Kienhaid dem Erdboden gleichgemacht, der Übergang mit Stacheldraht markiert.



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