Lakers bringen den Basketball ins Erzgebirge

Freizeit-Team aus Sayda trägt mit seinen Turnieren zur Popularität der Sportart bei

Sayda/Olbernhau

Obwohl in der bekanntesten Basketball-Liga der Welt (NBA) so viele deutsche Profis aktiv sind wie nie zuvor und auch die Chemnitz Niners inzwischen regelmäßig für Furore sorgen, ist Basketball im Erzgebirge eine Randsportart. Einige Jugendliche aus Sayda würden das gern ändern, indem sie kleine Turniere ausrichten und Kontakte zwischen den durchaus vorhandenen Basketball-Fans knüpfen. Die von ihnen ausgetragene Saydaer Stadtmeisterschaft erlebte nun ihre vierte Auflage - und fand großen Anklang. Unter anderem waren Spieler aus Olbernhau, Zöblitz, Marienberg und Chemnitz dabei.

 

Auf dem Pausenhof fing alles an

"Insgesamt waren acht Mannschaften am Start, das Niveau ist gestiegen", sagt Julius Richter. Diese Resonanz sorgte ebenso für Jubel wie das Abschneiden der Gastgeber, konnten sich doch die Bierwiesen Lakers zum ersten Mal den Titel sichern. "Wir haben uns in den vier Jahren Platz für Platz nach oben gearbeitet", erzählt Richter, der mit seinen Freunden schon zu Schulzeiten den Basketball für sich entdeckte. "In der 9. Klassen haben wir auf dem Pausenhof des Olbernhauer Gymnasiums angefangen", erzählt der inzwischen 23 Jahre alte Student - damals wie heute Fan der Golden State Warriors und Stephen Curry. Obwohl Richter und einige seiner Freunde arbeits- und studienbedingt inzwischen in größeren Städten leben, gehen sie bei Besuchen in der Heimat weiterhin ihrem Hobby nach.

 

Punktejagd am Bierwiesen-Lake

Im Sommer ist meistens der Biewiesenteich in Pfaffroda, wo es einen Basketballkorb gibt, ihr Treffpunkt. Dort entstand in Anlehnung an das prominente NBA-Team aus Los Angeles, die LA Lakers, auch der Name. Lake steht im Englischen für See. Und weil die Erzgebirger an einem kleinen See trainieren, sind sie nun die Bierwiesen Lakers. "Unser Ziel ist, den Basketball in unserer Region noch populärer zu machen", betont Richter. Die Stadtmeisterschaft in der Halle ist dabei nur ein Weg. Auch draußen wollen die Lakers Turniere auf die Beine stellen. Außerdem sollen gemeinsame Übungseinheiten in lockerer Atmosphäre den Zusammenhalt der noch jungen Basketball-Familie im Erzgebirge stärken.

 

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