Landkreis punktet mit Familie

Bildung Studie zur derzeitigen Lebenssituation veröffentlicht

Familien im Erzgebirgskreis sind mit sich, ihrer familiären Situation und ihrem Leben größtenteils zufrieden. Das ergab eine Kinder- und Jugendstudie, mit welcher der Erzgebirgskreis das Organisationsberatungsinstitut Thüringen (Orbit) beauftragt hatte. In den vergangenen zwei Jahren haben sich die Berater eingehend mit Kindern, Jugendlichen und deren Eltern aber auch mit Trägern der freien Jugendhilfe sowie kreisangehörigen Kommunen beschäftigt. Ziel war es, die aktuelle aber auch die prognostische Lebenssituation bis zum Jahr 2030 der im Landkreis wohnhaften Kinder, Jugendlichen und deren Familien darzustellen. Ines Morgenstern ist die Geschäftsführerin von Orbit. Sie sagt: "Mit der Studie bestand die Gelegenheit, die Zufriedenheit mit der derzeitigen Lebenssituation einzuschätzen und Anregungen zu unterbreiten, um beispielsweise Freizeit-, Sport-, Kultur- und Bildungsangebote noch familienfreundlicher und jugendgemäßer zu gestalten. So sollte man Familienfreundlichkeit als Markenzeichen für den Landkreis etablieren." Unzufriedenheit herrscht hinsichtlich der Arbeitsmarktsituation. Jugendliche sehen keine ausreichenden Perspektiven auf dem Ausbildungsmarkt vor Ort. Ein Großteil der Jugendlichen, vor allem junge Frauen und Abiturienten, können sich vorstellen den Landkreis zu verlassen. Um dies zu verhindern rät Orbit insbesondere beim Übergang von der Schule in den Beruf speziell die Berufsinformation auszubauen. Auch die Bildungschancen könnten durch Kooperationsverbünde und Schulzusammenschlüsse verbessert werden. Zur Bildung gehört unausweichlich auch die Erreichbarkeit der Schulen. Hier empfiehlt die Studie die Entwicklung eines Mobilitätskonzepts zur Erhöhung der Mobilität von Jugendlichen ohne elterliche Beförderung. Näheres zur Studie unter www.orbit-jena.de. ru/pm