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Landkreis sucht nach Lösungen

Asylsuchende Immenser Zustrom erfordert mehr Gemeinschaftsunterkünfte

Aufgrund des anhaltenden Flüchtlingszustroms wird im Erzgebirge intensiv nach Unterbringungsmöglichkeiten gesucht. "Das ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, der sich der Landkreis und alle Kommunen stellen müssen", betonte Landrat Frank Vogel bei einer Presserunde in Annaberg-Buchholz. Ebenso könnten Bürger auf privater Ebene Wohnraum, Immobilien oder Grundstücke zur Verfügung stellen. Wie kritisch die Lage ist, wurde anhand der Zahlen deutlich. Durch die nach oben korrigierte Prognose müsse der Erzgebirgskreis bis zum Jahresende noch 3600 Asylsuchende aufnehmen. Für 2200 von ihnen ist eine Unterbringung nach aktuellem Stand jedoch nicht abgesichert. "Wir verfügen nicht über die nötigen Kapazitäten", sagte Vogel. Obwohl jede private Initiative hilft und der Kreis auf das Konzept der dezentralen Unterbringung baut, gibt es kaum noch Alternativen zu Gemeinschaftsunterkünften. Aktuell sind 1400 Asylsuchende in Wohnungen untergebracht. 583 Personen befinden sich in den Gemeinschaftsunterkünften in Aue-Alberoda, Venusberg, Olbernau und Zschopau. Das Verhältnis wird sich ändern, da in Kürze etwa 100 Personen eine Bleibe im Marienberger Ortsteil Hüttengrund beziehen."Auch der beabsichtigte Containerstandort auf dem lankreiseigenen Grundstück in Jahnsdorf sowie die Gemeinschaftsunterkunft in Johanngeorgenstadt werden hinsichtlich der Realisierung betrachtet", so Vogel. Die Zeit drängt, da angesichts des Wetters ab Ende Oktober keine Zelte mehr als Erstunterkünfte dienen sollen. Vogel betonte, dass trotz des zu erwartenden Haushaltsdefizits von etwa 4,5 Millionen Euro keine anderweitigen Investitionen zu kurz kommen sollen. Gleichzeitig apellierte er, sich mit möglichen Unterkünften an das Landratsamt zu wenden. aba Link: www.erzgebirgskreis.de/de/aktuelles/asyl/



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