Landräte fordern Begrenzung

Flüchtlingskrise Auch Landrat Frank Vogel unterzeichnet Brief an Merkel

In einem offenen Brief haben neun sächsische Landräte diese Woche Forderungen an die Bundespolitik und an Bundeskanzlerin Angela Merkel gestellt. Darin brachten die Landräte ihre Sorgen bei der Unterbringung weiterer Asylbewerber deutlich zum Ausdruck. Im Schreiben heißt es: "Der ständig steigende Flüchtlingsstrom hat die zehn sächsischen Landkreise bei der Unterbringung und Betreuung der Asylsuchenden an Belastungsgrenzen geführt." Hauptproblem sei die Tatsache, dass man in den ländlichen Räumen nicht wie in Ballungsräumen und Großstädten auf Objekte wie Messen, Flughäfen und Hauptbahnhöfe als künftige Gemeinschaftsunterkünfte zurückgreifen könne, so die Landräte. "Die Akzeptanz in der Bevölkerung wie auch das Vertrauen schwindet stetig. Wir verspüren einen zunehmenden Stimmungswandel", begründen die neun CDU-Kommunalpolitiker den Anlass zur Verfassung des offenen Briefes und fordern schlussendlich von der Bundeskanzlerin und der Bundesregierung, dass "die Anstrengungen auf Bundesebene noch einmal deutlich zu verstärken sind, um hier tatsächlich auch zu einer notwendigen Begrenzung des Flüchtlingsstroms wie auch zu geordneten Verfahren zu kommen." Den Brief unterschrieb stellvertretend für den Erzgebirgskreis auch der Landrat Frank Vogel (CDU).

Angeheizt wird die Debatte weiter durch neue Details. So kennt Berlin nicht einmal die Zahl der Asylbewerber, die in deutschen Erstaufnahmeeinrichtungen untergebracht sind - geschweige denn die Zahl der bisher Eingewanderten insgesamt. Immer mehr verschwinden aus Bussen, Zügen und Unterkünften ohne registrier zu sein. bl/deh