Landtagsabgeordneter Krauß: Hochschul-Standorte sollen sich keine Konkurrenz machen

Studium Privathochschule in Annaberg-Buchholz im Gespräch

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Alexander Krauß: Foto: Leischel

Erzgebirge. CDU-Landtagsabgeordneter Alexander Krauß hat die Idee des Annaberger Oberbürgermeisters Rolf Schmidt (FWG) begrüßt, Studienangebote in der Kreisstadt schaffen zu wollen. "Unser Problem ist, dass viele junge und intelligente Menschen zum Studieren das Erzgebirge verlassen und dann leider nicht zurückkehren", so Krauß. Deswegen sollte nicht jeder neuer Gedanke im Keime erstickt werden, der das Ziel verfolge, die Jugend im Gebirge zu halten. Schneebergs Bürgermeister Ingo Seifert hatte zuvor den Plan aus Annaberg-Buchholz abgelehnt.

Die Studienangebote in Schneeberg (Angewandte Kunst) und in Breitenbrunn (Industrie, Tourismuswirtschaft, Soziale Arbeit) seien sehr gut, so Krauß. Sie sollten allerdings noch bekannter gemacht werden. Auf Studenten werde individuell eingegangen, die Mieten seien bezahlbar `anders als in Großstädten`. Aber was die Bandbreite von Studienangeboten betrifft, haben wir auf jeden Fall noch Luft nach oben", so der CDU-Politiker.

Statistisch gesehen komme auf jeden zweiten Schulabgänger mit Hochschulreife aus dem Erzgebirgskreis ein Studienplatz in der Heimat."Einen Verdrängungswettbewerb zwischen Schneeberg, Breitenbrunn und Annaberg wird es also nicht geben", sagte Krauß. Auch inhaltlich werde es zu keinem Konkurrenzkampf zwischen Schneeberg, Breitenbrunn und Annaberg-Buchholz kommen. An den bestehenden Standorten gebe es staatliche und damit kostenfreie Angebote, in Annaberg-Buchholz werde über eine private Hochschule gesprochen, die Studiengebühren verlange. Deswegen werde es nie ein Kopieren von bereits bestehenden Studienrichtungen in unmittelbarer räumlicher Nähe geben.