Landtagspräsident sucht im Erzgebirge den Austausch mit der Jugend

Schülergespräch Alexander Dierks und Landrat Rico Anton zu Gast am Zschopauer Gymnasium

Zschopau

Diesen Freitag, den 23. Januar, will sich das Zschopauer Gymnasium am Nachmittag der offenen Tür von 15 bis 18 Uhr möglichst vielen Besuchern präsentieren. Einen prominenten Gast konnte die Schule aber bereits am Mittwoch begrüßen, als Landtagspräsident Alexander Dierks zusammen mit Landrat Rico Anton im Gymnasium der Motorradstadt vorbeischaute. In einem Schülergespräch verschaffte sich die beiden Politiker dabei einen Eindruck von den Anliegen und Gedanken der Jugendlichen, was diese sehr gut fanden.

Jugend hofft auf klare Antworten

„Genau das ist das, was der jungen Generation fehlt“, sagten die Schüler über den Austausch - verbunden mit dem Hinweis, dass sich die Jugend nicht wirklich repräsentiert fühle. Während der Gesprächsrunde wurden viele wichtige Themen wie die demografische Entwicklung, die Wirtschaft oder Extremismus angesprochen, wobei nicht alle Aussagen der Politiker das junge Publikum rundum zufrieden stellten. So wurden Dierks und Anton gebeten, kürzer und direkter auf Fragen zu antworten. „Wir mögen es direkt“, so einer der Gymnasiasten.

„Wir schulden der jungen Generation Zuversicht“

Die wichtigste Botschaft von Dierks lautete: „Wir schulden der jungen Generation Zuversicht.“ Dementsprechend nannte der 38-jährige Landtagspräsident dann auch positive Beispiele wie den Masterplan für die Region Südwestsachsen, mit dem an einer erfolgreichen Zukunft gearbeitet wird. Zugleich stellte der Politiker mit Blick auf bessere Studium-Perspektiven für potenzielle Lehrer auch klar, dass es schwierig sei, Dinge binnen kurzer Zeit vom Fuß auf den Kopf zu stellen.

Jugendkreistag könnte helfen

Mit Blick auf die Beteiligung von Jugendlichen an der Politik sprach Rico Anton von seinem Traum, eine Art Jugendkreistag ins Leben zu rufen. Es sei zwar durch die weiten Wege im großen Landkreis schwierig. Dennoch sei die Fachstelle Ehrenamt dabei, „ein Beteiligungsformat zu etablieren, das dieser Herausforderung Rechnung trägt“. Es scheint also möglich, dass auch Zschopauer Gymnasiasten künftig öfter am politischen Austausch teilhaben können.

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