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"Langer-Stieg" erinnert an Neuhausener Urgestein

Skilanglauf Teil der Schwartenbergloipe erhält besonderen Namen

Neuhausen. 

Neuhausen. Ausgesprochen lang ist er - der Anstieg, der in der Schwartenbergloipe von Bad Einsiedel hinauf auf das höhere Plateau am sogenannten Heuflügel führt. Doch nicht wegen der Distanz trägt dieser Abschnitt neuerdings den Namen "Langer-Stieg". Stattdessen wird damit an ein kürzlich verstorbenes Urgestein des Neuhausener Pulsschlag-Vereins erinnert: Volker Langer. Laut Albrecht Dietze passe dieser Loipenabschnitt perfekt zur Einstellung des langjährigen Trainers und Funktionärs, der im Januar im Alter von 77 Jahren verstorben war.

Immer für den Verein da

"Es ist ein Berg, an dem man durchhalten muss, der sich lange zieht und der schon deshalb seinen Namen verdient", sagt Dietze. Durchhaltevermögen und Hartnäckigkeit seien Eigenschaften, die auch Volker Langer immer ausgezeichnet hätten. "Ohne ihn wäre der Verein und speziell die Abteilung Ski jetzt nicht das, was sie ist", betont Dietze. Schließlich seien bei dem langjährigen Funktionär, der bis zuletzt im Vorstand tätig war, alle Fäden zusammengelaufen: "Egal, ob Wettkampforganisation, Nachwuchstraining, Skiwachsen, Kampfrichtertaufe, An- und Abwintern oder Weihnachtsmarkt: Volker war einfach immer da."

Engagement begann 1979

Dank seiner Erfahrung habe das Ehrenmitglied des Vereins immer eine Lösung gehabt - und vor allem neue Ideen. Das war schon so, als Volker Langer 1979 seine Übungsleiter-Lizenz erlangte und dem Nachwuchs als Trainer wichtige Tipps gab. So hatte er maßgeblichen Anteil an der Entwicklung von großen Talenten wie dem Olympia-Teilnehmer Janko Neuber. In der jüngeren Vergangenheit hatten unter seiner Anleitung auch Sportler wie Hans Knorr, Luca Marie Prezewowsky und Anna-Maria Dietze für Furore gesorgt. Der einstige Biathlet, der es in der DDR zu nationalem Erfolg gebracht hatte, engagierte sich ab 1982 dann auch im Vereinsvorstand. 1991 wurde der Leiter des Trainingszentrums Ski Nordisch auch Abteilungsleiter.

Schwartenberglauf findet individuell statt

Auch der Schwartenberglauf lag Volker Langer immer sehr am Herzen. Dementsprechend stolz wäre er wohl gewesen, dass der Verein die Veranstaltung trotz Corona auch in diesem Jahr durchführt. Dank einer individuellen Variante, bei der sich Teilnehmer vorher im Internet anmelden und dann zu einem selbstgewählten Zeitpunkt in die Loipe gehen, haben bisher schon mehr als 100 Sportler und Laien den Lauf absolviert. "Jetzt ist es an uns, in dieser Spur weiter zu fahren", sagt Albrecht Dietze - und blickt dabei auf den "Langer-Stieg".