Langsam rieselt das Solewasser

KLEINOD "Neue Straße" in Zwönitz besitzt Gradierwerk

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Heino Langer erläutert Jens Killian und Wolfgang Triebert die Funktion des Gradierwerkes. Foto: Leischel

Zwönitz. Der Spielplatz in der Neuen Straße in Zwönitz wurde im Jahre 2011 noch um eine weitere Attraktion bereichert. "Jetzt können wir uns ja beinahe Kurstadt nennen", scherzte damals Bürgermeister Wolfgang Triebert, als er sich gemeinsam mit Geschäftsführer Jens Killian von der Städtischen Wohnungsgesellschaft Zwönitz das neue Gradierwerk in der "Neuen Straße" in Zwönitz, an der sich außerdem noch ein Spielplatz befindet, von Heino Langer erklären ließ: "Die salzhaltige Luft in dieser Anlagen kann mit der Meeresluft vergleichen. Die Atemwege werden nicht nur gut belüftet sondern beugen auch Allergien vor."

Der Chef von der Zimmerei und Lehmbau aus Brünlos erläutert, woher die Sole kommt. "Als wir das Gradierwerk erstmals in Betrieb genommen haben, bezogen wir die Sole aus Bad Salzungen. Die neue Sole beziehen wir heute aus Sülbeck in der Nähe von Nordheim. Das Befüllen erfolgt zweimal pro Saison. Zwischendurch wird mit reinem Leitungswasser aufgefüllt, wenn der Salzgehalt noch hoch genug ist."

Pünktlich zur Allergiesaison in Betrieb genommen

Großen Anklang findet das Zwönitzer Gradierwerk bei der Bevölkerung - genau wie das Gradierwerk in Oelsnitz, das 2015 in die Landesgartenschau eingebunden und das ebenfalls von Zimmermeister Heino Langer errichtet wurde.

In Zwönitz wird das Gradierwerk pünktlich vor Ostern in Betrieb genommen. Ende März wird mit dem Auffüllen der Sole begonnen. Das Gradierwerk besteht hauptsächlich aus Holz, denn Metall würde das 25prozentige Solewasser, das über eine zehn Quadratmeter große Schwarzdornwand rieselt, schnell zerfressen. In zwei Wochen werden rund 500 Liter Wasser verbraucht.