Leben für den Wintersport

Geburtstag Heinz Nestler feiert seinen "80."

Der verantwortliche Damen-Trainer bei den Olympischen Spielen 2002 Heinz Nestler, erhielt die Sächsische Sportkrone. Foto: Th. Fritzsch

Oberwiesenthal. Dem Langlaufsport gehört das Herz Heinz Nestlers. Auch seit seinem Eintritt in den Ruhestand hat sich der Oberwiesenthaler nicht völlig von seinem geliebten Wintersport zurückgezogen. Der ehemalige Trainer im Langlauf feierte am Freitag seinen 80. Geburtstag. Seit 1961 bis zu seinem 65. Geburtstag am 15. Juni 2003, dem Tag, als die Trainerlegende in den Ruhestand wechselte, stand Heinz Nestler ständig unter Strom in Sachen Langlauf.

Bereits seit seiner Schulzeit schlägt bei dem gebürtigen Neudorfer das Herz für Nordische Disziplinen. Im Springen und später im Langlauf war er schon als Schüler auf Kreis- und Bezirksebene meist im Vorderfeld zu finden. Man schrieb den 1. Juli des Jahres 1961, als der gelernte Forstfacharbeiter, der mittlerweile einige Jahre in Oberwiesenthal wohnte, die Damen-Trainingsgruppe Langlauf in Oberwiesenthal übernahm. "Ich habe damals angefangen völlig ohne Kenntnisse. Meine Ziele jedoch hatte ich umso klarer vor Augen: in der Weltmeisterschaft Fuß zu fassen", erinnert sich Heinz Nestler, der in der Folgezeit das Trainer-Fernstudium bei der DHfK in Leipzig nachholte.

Erfolgreicher Trainer

Im privaten Bereich gab er zwei Monate nach dem Start seiner Trainerlaufbahn seiner Christine, einer Langläuferin, die neunmal DDR-Meisterin wurde, das Ja-Wort. Aus der Ehe gehen Ute und Mario hervor und mittlerweile ist die Trainer-Legende fünffacher Großvater. Sternstunden erlebte er unter anderem bei den Olympischen Spielen 1980 in Lake Placid.

Seine Schützlinge, angeführt von Barbara Petzold, holten zweimal Gold. Auf dem Zenit seines Erfolgs angelangt, wurden seine Schützlinge Viola Bauer und Claudia Künzel bei den Spielen 2002 in Salt Lake City Olympiasiegerinnen in der Vierer-Staffel. Viola Bauer holte zusätzlich Bronze über die 5-Kilometer-Verfolgung.