Lebenshilfe Aue feiert 30. Geburtstag

Verein Anfangs ging es um den Austausch mit Betroffenen

Aue/Lauter-Bernsbach. 

Aue/Lauter-Bernsbach. Die Verein Lebenshilfe Aue blickt in diesem Monat auf sein 30-jähriges Bestehen zurück. Christel Günther, Ursula Henkel und Petra Stößer-Pfefferkorn haben den Verein damals aus der Taufe gehoben. Die drei Frauen wollten - auch aus eigener Betroffenheit heraus - eine Möglichkeit des Austausches schaffen.

Austausch mit Betroffenen war das Allerwichtigste

Dieses Konzept kam an: Auch beim heutigen Vereinschef Harald Englert aus Lauter-Bernsbach. Seine Frau Maritta und er suchten eine Anlaufstelle. "Wir hatten selbst einen Sohn, der behindert war", erzählt das Ehepaar. Englerts Sohn Christian wurde 1985 geboren und verstarb vor fünf Jahren. "Der Austausch mit Betroffenen war am Anfang wirklich das Allerwichtigste", sagt Maritta Englert. Denn in vielerlei Hinsicht fühlte man sich zuvor mit Sorgen und Problemen allein.

Drei Jahre nach Vereinsgründung entstand in Aue eine Geschäftsstelle mit Begegnungsstätte und einem Familienentlastenden Dienst. Dort sei es möglich gewesen, die behinderten Angehörigen betreuen zu lassen. Das Ganze habe in einer Art Wohngemeinschaft mit Betreuungspersonal stattgefunden. Das Zentrum befindet sich bis heute in der Prof.-Richard-Beck-Straße 1. Allerdings wird es heute nicht mehr vom Verein betrieben, sondern von der Invitas Ambulant gGmbH. Die Lebenshilfe Aue ist zudem Hauptgesellschafter der Invitas Lebenshilfewerk gGmbH Schneeberg, die die Werkstatt mit Wäscherei und Tischlerei sowie eine Wohngruppe betreibt.

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