Lebenslanger Führerschein adieu!

Staat Noch mehr Bürokratie

Der Führerschein, das nach Geburtsurkunde, Reisepass und Personalausweis wichtigste Dokument, verliert nun auch in Deutschland seine lebenslange Gültigkeit. Alle nach dem 18. Januar 2013 ausgestellten Führerscheine werden nach 15 Jahren ungültig. Das gilt auch für Führerscheininhaber, die ihren alten grauen Lappen oder den rosaroten nach dem 18. Januar 2013 in einen Scheckkartenführerschein umtauschen, ebenso für Ersatzführerscheine nach Verlust und für Neuerteilungen nach Entzug. Nach Ablauf von 15 Jahren seit Ausstellung muss ein neuer Führerschein beantragt werden. Die Verlängerung des Führerscheins wird, jedenfalls nach heutiger Rechtslage, weder vom Bestehen einer Prüfung noch eines Sehtests oder einer Überprüfung des Gesundheitszustandes abhängig gemacht.

Anders sieht es bei den Lkw- und Busführerscheinen aus. Die bleiben, wie schon bisher, auf fünf Jahre befristet. Mit Ablauf der Frist verfällt nicht nur das Dokument, sondern auch die Fahrerlaubnis. Nach Ablauf der Frist ist es "Fahren ohne Fahrerlaubnis", eine Straftat, die mit Geld- oder Freiheitsstrafen geahndet wird.

Wer noch vor dem 19. Januar 2013 umtauscht, bekommt einen unbefristeten Führerschein. Allerdings nur bis 18. Januar 2033, denn zu diesem Zeitpunkt müssen alle alten Führerscheine in eine "Scheckkarte" nach dem neuen europäischen Muster umgetauscht sein.