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Lebensqualität bis ins hohe Alter sichern

Investition Gut Förstel in Langenberg eröffnet Demenzstation mit Sinnesgarten

Langenberg. 

Langenberg. Wenn ein Weg so angelegt ist, dass er immer wieder zum Ausgangspunkt zurückführt, dann ist er für Demenzpatienten bestens geeignet. So bietet der Weg Orientierung. Wenn sich entlang des Weges dann noch einiges entdecken lässt, kann ein Spaziergang an der frischen Luft zu einem echten Erlebnis werden.

Am Gut Förstel in Langenberg ist in den vergangenen Monaten ein so angelegter Duft- und Sinnesgarten entstanden. Er ergänzt sehr sinnvoll die Demenzstation der Langenberger Pflegeeinrichtung. Der Name Förstelhaamit macht deutlich, um was es den Initiatoren geht. Menschen sollen dort eine neue Heimat finden.

Für den Leiter der Einrichtung, Michael Eisenberg, steht fest: "Frische Luft und Bewegung sind Lebensqualität." Er hat sich gemeinsam mit seinem Team für diese Modellstation ins Zeug gelegt hat. Eisenberg sagte, er habe von allen Seiten viel Lob bekommen. Nur finanziell fiel die Unterstützung mager aus. Umbau und Mobiliar schlugen, den Angaben zufolge, mit 130.000 Euro zu Buche. Hinzukommen die Kosten für Schulungen und Konzeption. "Da kann man gut und gerne noch einmal 20.000 Euro drauflegen", so Hausleiter Eisenberg. Gerade weil es keine Fördermittel für die Einrichtung gab, freute er sich um Kleinspenden für die Bepflanzung und über das Engagement einer Firma, die die Bestuhlung finanzierte.

Mit Stefan Nolte kann sich Eisenberg auf einen Diplom-Pflegepädagogen verlassen, der mächtig für seine Arbeit brennt. Schon zur Eröffnung hat er deutlich gemacht, dass es auch um Respekt den Menschen gegenüber geht. Ihm sei es wichtig, dass auch die Mitarbeiter mit Freude an ihre Aufgaben gehen. Demenzkranke bauen sehr oft eine sehr persönliche Beziehung auf.

Optimale Betreuung für Demenzkranke

Die Förstelhaamit bietet aktuell zwölf Plätze. "Sie leben, je mehr die Krankheit fortschreitet, in ihrer eigenen Welt", so Eisenberg. Deshalb bedürfe es eines besonderen Wohn- und Betreuungsangebotes für Demenzkranke. Die steigende Zahl von Demenzerkrankungen sei sowohl für die Gesellschaft als auch für Pflegeeinrichtungen eine große Herausforderung, der man sich stellen müsse. Die Förstelhaamit ist ein erster Schritt.



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