Lebenswerk Siegfried Männles wird ausgestellt

Sonderschau 500 Schmuckstücke eines Goldschmiedemeisters

lebenswerk-siegfried-maennles-wird-ausgestellt
Museumsmitarbeiterin Nadine Bandemer präsentiert Goldschmiedearbeiten. Foto: Armin Leischel

Schwarzenberg. Vor zehn Jahren konnten die Besucher im Schlossmuseum in Schwarzenberg bereits die Arbeit einheimischer Goldschmiedemeister bestaunen. Jetzt können sie nach den Umbauarbeiten im Jahr 2014 wiederum in einer Sonderschau - erstmals in zwei Räumen im "Perla Castrum" - das Lebenswerk von Siegfried Männle betrachten.

Der Sohn von Goldschmiedemeister Oskar Männle erblickte 1912 in Schwarzenberg das Licht der Welt. In Hanau genoss er die Ausbildung und konnte seit 1940 als Goldschmiedemeister tätig sein.

Traditionelle Flechttechnik

An Schwarzenberg, wo seit 1872 die von seinem Großvater Ignatz gegründete Werkstatt bestand, in der Siegfried Männle nach dem Zweiten Weltkrieg noch einige Jahre arbeitete, blieb in seinen Erinnerungen haften. Er fertigte Ringe, Ketten und weiteren traditionellen Schmuck. Doch er suchte auch nach neuen Formgestaltungen. Nach dem Kriege in Zeiten des Mangels, als das Gas zum Löten fehlte, bediente er sich der traditionellen Flechttechnik aus dünnem Silberdraht.

Im Jahre 1999 vermachte er dem Museum sein aus mehr als 500 Stücken bestehendes Lebenswerk. Dazu zählen auch Schmuckstücke, Gefäße und großflächige Wandgestaltungen. Die Sonderschau zu Siegfried Männles Lebenswerk ist bis 6. April zu sehen. Geöffnet ist dienstags bis sonntags, 10 bis 17 Uhr. Am 18. März gibt es außerdem eine Führung durch die Sonderausstellung. Infotelefon: 03774 23389.