Leichtathletik-DM: Zwei Erzgebirger schürfen Gold und Silber

Kurz vor der Europameisterschaft haben sich Katharina Maisch und Steven Richter vom LV 90 Erzgebirge in starker Form gezeigt. Trotz widriger Bedingungen sprang sogar ein Titel heraus.

Erzgebirge

Gleich in seinem ersten Männer-Jahr hat sich Steven Richter vom LV 90 Erzgebirge den deutschen Meistertitel im Diskuswerfen gesichert. „Darauf bin ich megastolz“, sagte der 23-jährige Gelenauer nach seinem Triumph bei den nationalen Titelkämpfen in Wattenscheid.

Auch Vereinskollegin Katharina Maisch konnte dort als Vizemeisterin im Kugelstoßring überzeugen. Und das, obwohl die Weitenjäger allesamt mit schwierigen Bedingungen zu kämpfen hatten.

Regen und Wind machen es schwierig

„Der Wind hat ständig gewechselt. Außerdem war der Ring mal nass und dann wieder trocken“, so Richter. Aufgrund der Regenschauer hätte er immer wieder Anpassungen im technischen Ablauf vornehmen müssen, was sich bemerkbar machte.

So lief es in den ersten drei Durchgängen noch nicht wirklich rund. Mit seinem vierten Wurf ließ der LV-90-Starter seinen Diskus jedoch 66,27 Meter weit fliegen. Es war die Siegerweite, mit der er Henrik Janssen (64,64 m) vom SC Magdeburg auf Platz 2 verweisen konnte.

Mit angezogener Handbremse auf EM-Kurs

Der glatte Ring machte auch den Kugelstoßerinnen zu schaffen. „Alle haben mit angezogener Handbremse agiert“, berichtet LV-90-Trainer Sven Lang, der angesichts dieser Bedingungen mit Katharina Maisch zufrieden war: „Dafür hat sie einen guten Wettkampf abgeliefert und war sicher Richtung Europameisterschaft unterwegs.“ 18,57 Meter bedeuteten am Ende Platz 2 hinter der siegreichen Yemisi Mabry (MTG Mannheim), die mit 19,04 Metern triumphierte.

Trotz Rang 4 guter Dinge

Für die Europameisterschaft, die vom 10. bis 16. August in Birmingham ausgetragen wird, plant auch Jada Julien. Die LV-90-Hammerwerferin hatte wenige Tage vor den nationalen Titelkämpfen erstmals die 70-Meter-Marke geknackt und sich damit in die deutschen Top Drei katapultiert.

In Wattenscheid musste sie sich jedoch mit 65,40 Metern und Rang 4 zufrieden geben. Allerdings machte ihr dabei eine krankheitsbedingte Pause zu schaffen, die laut Sven Lang wohl nichts an der EM-Nominierung ändern dürfte.

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