Leistungstest weckt Zuversicht

Bob Candy Bauer verfolgt hohe Ziele

Voller Vorfreude blickt Candy Bauer der neuen Wintersportsaison entgegen. Als Anschieber von Bob-Pilot Francesco Friedrich darf er sich berechtigte Hoffnungen machen, bei den internationalen Höhepunkten dabei zu sein. Der 29-jährige Niederlautersteiner, der aus Wolkenstein stammt, überzeugte während der Vorbereitung und lieferte bei einem Leistungstest des nationalen Verbandes sogar den besten Wert aller Anschieber ab.

"Damit hätte ich selbst nicht gerechnet", kommentiert Bauer seinen ersten Platz beim Starttest in Oberhof. Eigentlich fühlte sich der einstige Kugelstoßer des LV 90 Erzgebirge nach der kräftezehrenden Vorbereitung recht matt. Doch auf der Bahn war er spritziger als alle anderen. 4,58 Sekunden zeigte die Uhr für die gemessenen 40 Meter an. Damit war Bauer eine Hundertstel besser als Trainingskollege Martin Grothkopp. Dass mit Thorsten Margis ein weiterer Anschieber aus dem Team von Francesco Friedrich Dritter wurde, spricht dafür, dass in den Kraft- und Ausdauer-Einheiten vieles richtig gemacht wurde. Außerdem steigen mit den guten Ergebnissen die Erwartungen für die neue Saison.

"Sowohl bei der Europa- als auch bei der Weltmeisterschaft wollen wir den Sprung aufs Podest schaffen", sagt Bauer ehrgeizig. Natürlich hat sich der Starter des BSC Sachsen Oberbärenburg auch in den Weltcup-Rennen viel vorgenommen, zumal er im Viererbob von Friedrich seinen Platz sicher zu haben scheint. Offen ist noch, wer Friedrich im Zweier-Bob anschieben wird. "Da wird jeder von uns seine Chance erhalten", erläutert Bauer das anfängliche Rotationsprinzip. Um für die Mitte November beginnende Saison topfit zu sein, arbeiten die Bobfahrer derzeit an der Feinabstimmung. Mit jedem Tag steigt die Zahl der Fahrten auf der Bahn.