Lengefelder Handwerker züchtet Mini-Rinder

Soldat Kleinwüchsige Rasse eignet sich bestens für das Erzgebirge

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Uwe Uhlig züchtet Dexterrinder. Diese Rasse kommt ursprünglich aus Irland. Foto: Jan Görner

Lengefeld. Uwe und Petra Uhlig züchten Dexterrinder. Die Hausrinderrasse stammt aus Irland und fällt mit ihrer Kleinwüchsigkeit auf. "Früher galten sie dort als das Rind des kleinen Mannes", weiß der Lengefelder. Warum er sich für diese hierzulande sehr seltene Rasse entschied, hat mehrere Gründe. Sie sind klein und leicht. Daher richten sie kaum Trittschäden an. Das wiederum macht sie zu hervorragenden Landschaftspflegern. "Sie übernehmen bei uns fast das komplette Wiesen- und Rasenmähen", so der Drechslermeister.

Pflegeleichte Rinderzucht

Außerdem wachsen sie sehr langsam, was ein hervorragendes Fleisch hervorbringt. Anspruchslos wie sie sind, brauchen sie nur frisches Gras, Heu, Wasser und einen Salzleckstein. "Wir müssen keine Pellets oder Kraftfutter zugeben", versicherte Uwe Uhlig. Das Aufziehen der Kälber ist ebenfalls einfach. Sie bleiben einfach bei der Herde. Den Winter verbringen die draußen. Nur ein überdachter Unterstand ist notwendig, unter den sich die Dexterrinder zurückziehen können.

Zuchtinteresse begann mit Bresse-Hühnern

Auf die Rasse gekommen sind die Uhligs auf der Suche nach Bresse-Hühnern. Diese Zweinutzenrasse liefert sowohl Eier als auch gutes Fleisch. "Meine Frau ist mit Landwirtschaft aufgewachsen und wollte gern selbst Tiere haben", erzählte der Lengefelder. Als dann immer mehr Lebensmittelskandale öffentlich wurden, suchten sie nach Möglichkeiten sich selbst und besser ernähren zu können. Das begann mit Laufenten und später den Bresse-Hühnern und schließlich den ersten beiden Dexterrindern 2016. Mittlerweile gehören fünf Tiere zur Herde im Oberen Teil der Stadt.