Leonhardt reagiert auf Kritik

Präsident will Kritik und Unterstellungen aufarbeiten

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FCE-Präsident Helge Leonhardt bei der Mitgliederversammlung in Aue.

72 Stunden lang hat sich der Präsident des FC Erzgebirge Aue, Helge Leonhardt nach der niederschmetternden Mitgliederversammlung am vergangenen Samstag nicht zu Wort gemeldet. Dann aber folgte am Mittwoch die offizielle Stellungnahme. Wichtigste Botschaft: Helge Leonhardt bleibt Präsident des FC Erzgebirge Aue. Das wichtigste sei, dass das Tagesgeschäft geordnet fortgesetzt werde. Leonhardt und seine Mitstreiter wollen Chaos vermeiden.

"Ich als Präsident, die Vereinsführung und die Familie Leonhardt werden nicht unbedacht alles hinwerfen", heißt es in der Erklärung im Wortlaut: "Wir distanzieren uns klar von Personen, die Gegenteiliges beabsichtigen und bedanken uns bei den Mitgliedern, die uns Mut zusprechen."

Gleichzeitig kündigte Leonhardt an, die sachlichen Kritiken, die Falschdarstellungen und die persönlichen Verleumdungen aufzuarbeiten. Die Ergebnisse werde man den Mitgliedern und der Öffentlichkeit im Rahmen eines Faktenchecks auf der Homepage zur Verfügung stellen. "Die Menschen, vor allem die schweigende Mehrheit, können sich anhand dieser Fakten selbst eine Meinung bilden", so Leonhardt und ergänzt in der Erklärung: "Die nächste Stufe nach Auswertung der Aufarbeitung werden Konsequenzen für schädigendes Verhalten sein."

FCE-Cheftrainer Pavel Dotchev kündigte an, dass man sich von der Unruhe nicht anstecken lasse wolle. Deshalb habe er seine Mannschaft frühzeitig während der Mitgliederversammlung nach Hause geschickt. Dotchev wollte das Team - nach eigener Aussage - schützen und zeigen, dass man sich das nicht gefallen lasse.

"Wir hatten genug Zeit mit der Mannschaft zu sprechen", so der Trainer. Außerdem sei ihm durchaus klar, dass Mannschaft und Trainerteam etwas zur Entspannung beitragen können: "Dann wenn wir erfolgreich sind."