Leonhardt-Zwillinge: 120 Jahre geballte Fußballleidenschaft

Menschen Uwe und Helge Leonhardt feierten 60. Geburtstag

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Uwe und Helge Leonhardt (v.l.)Foto: Carsten Wagner/Archiv

Aue. Im November haben die Zwillinge Uwe und Helge Leonhardt ihren 60. Geburtstag gefeiert. Die Leonhardts kennt im Erzgebirge jeder - als erfolgreiche Unternehmer, als Fußballeminenzen, Macher an vorderster Front und Erfolgsgaranten.

Große Fete anlässlich des Geburtstags

Was die Leonhardts anpacken, wird zur Erfolgsgeschichte - manchmal auch auf Umwegen. Die Zwillinge umgibt eine besondere Aura und doch sind sie auch, welche von hier. Gerade Helge Leonhardt, der seit 2014 beim FCE die Fäden als Vereinsboss zusammenhält, gilt als fan-nah, Kumpeltyp und wird dafür von vielen geschätzt. Auch lässt er keinen Zweifel daran, dass er ein Familienmensch ist und seine beiden Enkeltöchter den Opa ganz schön um den Finger winkeln können. Im VIP-Bereich des Erzgebirgsstadions hatte Helge Leonhardts Tochter Désirée für ihren Papa und ihren Onkel eine Überraschungsparty vorbereitet.

Veilchenpräsident Helge Leonhardt selbst hatte im Vorfeld betont, dass dieser "Runde" keine besondere Sache sei. "Wenn es der 100. wäre, dann wäre es eine Story", lachte Leonhardt und freute sich eigentlich auf eine kleine, familiäre Feier. "Da müssen keine großen Reden gehalten werden." Doch das sollte sie nicht werden. Auf Einladung seiner Tochter kamen beispielsweise der erste Aufstiegstrainer Gerd Schädlich, der zweite Aufstiegstrainer Rico Schmitt und der dritte Aufstiegstrainer der Veilchen Pavel Dotchev ins Erzgebirgsstadion. Nicht nur diese Tatsache zeigte, wie hoch der Respekt und die Anerkennung sind, die den Leonhardt Zwillingen entgegenschlägt. Immer wieder wird und wurde ihr Name ganz eng mit der Entwicklung des FC Erzgebirge Aue verknüpft.

Turbulente Zeiten hinter sich

So wurde unter der Präsidentschaft von Uwe Leonhardt Fußballlehrer Gerd Schädlich ins Lößnitztal gelotst. Er übernahm im Juli 1999 als 46-Jähriger das Amt des Cheftrainers. In der Saison 2002/2003 dann die Sensation: Das Erzgebirge stand Kopf, denn die Veilchen wurden erstmals in ihrer Geschichte zweitklassig. Für viele Fans eine Genugtuung, denn damit stieg ihr "Dreamteam" in den bundesdeutschen Fußballolymp auf. 2009 hört Uwe Leonhardt als Präsident auf. Doch die Zwillinge bleiben dem Verein treu, stehen lediglich nicht mehr in der ersten Reihe. 2014 die Wende: Als der FCE quasi über Nacht führerlos wird, stellt sich einer sofort ans Steuer: Helge Leonhardt.

Er trifft weitreichende Entscheidungen, geht mit der Mannschaft in die dritte Liga, um unter Pavel Dotchev den sofortigen Wiederaufstieg zu feiern. Doch die folgenden Monate und Jahre bleiben turbulent, Aue kämpft zweimal erfolgreich um den Klassenerhalt und muss trotzdem nach bestandener Mission im Sommer 2017 und 2018 neue Trainer suchen. Anfang Dezember bestätigte der neugewählte Vorstand Leonhardt als Präsident.