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Chemnitz

Lesen tut nicht weh

Bildung Kleine Bingegeister übten sich in Mundart

Geyer. 

Geyer. Lesen tut nicht weh, das weiß doch ein jeder. Vorlesen noch weniger. Und genau das konnten am Donnerstag die kleinen "Bingegeister" der gleichnamigen Kindertagesstätte (Kita) in Geyer bei einem Vorlesetag erfahren.

"ABC-Lesen tut nicht weh"- unter diesem Motto fand vom 12. bis 16. November die erste Woche des Lesens in den Kitas und Horten des CJD Sachsen in Geyer, Wiesa, Chemnitz, Freiberg, Meerane und Heidenau statt. Über 1.000 Kinder beteiligen sich. In Geyer las Hartmut Kreft, Vorsitzender vom Erzgebirgszweigvereins (EZV) Geyer e. V. den Kindern in Mundart vor. Dabei kam sogar der Urerzgebirger ins Staunen, denn fast "Bingegeister" behaupteten nach der lustigen Mundartgeschichte, dass sie so gut wie alles verstanden hätten.

Miteinander reden

Mit Hartmut Kreft konnten die Kleinen reden, wie ihnen "dr Schnobel" gewachsen ist. Für Kita-Leiterin Kerstin Petzold ist Sprache und Mundart ebenfalls sehr wichtig. Sie sagte: "Unsere Einrichtung hat einen guten Draht zum EZV. Ich habe Hartmut Kreft eingeladen, um den Kindern Mundart beizubringen. Im Kita-Bereich ist die Sprache das wichtigste Mittel. Wir fördern sie und lesen auch immer wieder Märchen und Geschichten vor. Zur Weihnachtsfeier führen die Kinder auch selber Märchen auf." Heike Schmidt ist Fachbereichsleiterin beim CJD Sachsen.

Sie weiß: "In unseren Einrichtungen stellen wir bei den uns anvertrauten Kindern häufig gravierende Auffälligkeiten beim Spracherwerb fest. Die Gründe dafür sind vielfältig. Kinder nutzen bereits in der frühen Kindheit elektronische Medien und erleben keine oder wenige Vorlesezeiten in der Familie. Außerdem wird in den Familien zu wenig miteinander gesprochen und erzählt. Eine der wichtigsten Aufgaben unserer Erzieherinnen und Erzieher ist das Thema Sprache und Spracherwerb als Querschnittsaufgabe aller Bildungsbereiche unserer Kitas und Horte."



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