Letzte Schicht der Bergleute gefeiert

Tradition Mitglieder des Bergbauvereins Rübenau befördern verborgene Geschichte zutage

Die dritte Auflage der Mettenschicht haben die Bergbrüder des Bergbauvereins Rübenau am vergangenen Sonnabend an der "Eichners Hoffnung Fundgrube" abgehalten. Auf den Spuren der späten Bergbauperiode in Rübenau begaben sich auch zahlreiche Besucher bei Bratwurst und Glühwein. Mit dabei unter anderem René Baldauf, der in seiner Montur einen Hüttenarbeiter verkörpert. Mit Leib und Seele ist der 38-Jährige der Bergbaugeschichte verhaftet und seit 25 Jahren Mitglied der Bergbrüderschaft Pobershau. "Tags darauf geht es natürlich nach Annaberg-Buchholz zur großen Bergparade", sagte der Rübenauer. Gegenüber der Bergstadt war die Bergbau-Ortsgeschichte von Rübenau bislang jedoch weitgehend verborgen. "Wir wollen den Leuten nahe bringen, dass auch in Rübenau Bergbau betrieben wurde", sagte der Vorsitzende des Bergbauvereins Rübenau, Oliver Herrmann. Er und weitere Gleichgesinnte entdeckten den verschütteten ehemaligen Grubeneingang vor einigen Jahren wieder. "Eine lokal eng begrenzte Bodenabsenkung machte uns neugierig", so Oliver Herrmann. Zusammen mit sechs Mitgliedern liegt ihm die Erhaltung des durch die Mitglieder in den letzten Jahren neu ausgebauten Mundloches der Fundgrube am Herzen. "So etwas ist nicht ungefährlich, man darf dabei nicht leichtfertig vorgehen", sagt der Vorsitzende des jungen Bergbauvereins Rübenau, der im April dieses Jahres gegründet wurde. Jedoch erweist es sich als äußerst schwierig, Archivmaterial über die Bergbaugeschichte der Ortschaft zu finden. "Rübenau ist auf der Bergbaulandkarte ein weißer Fleck, ohne nennenswerten Bergbau", erklärt Oliver Herrmann.

Überliefert ist, dass der Zöblitzer Christian Gottlob Eichner im Jahre 1868 in der Zinkblende- und Kupferkies-Fundgrube einfuhr mit Arbeitern, die er in der Grenzgemeinde rekrutierte. Bereits 1879 wurde das Berggelände losgesagt.