Leuchtturm für Bevölkerungsschutz im Erzgebirge: Ehemaliges Autohaus wird zum Katastrophen-Zentrum der Johanniter

Johanniter bauen neues Einsatzzentrum

Bad Schlema

In Bad Schlema entsteht ein wegweisendes Projekt für die Region: ein ehemaliges Autohaus wird zum hochmodernen Einsatzzentrum der Johanniter umgebaut. Das Objekt dient künftig nicht nur als Knotenpunkt für operative Dienste wie Hausnotruf, Fahrdienst, Sanitätsdienst und Erste-Hilfe-Ausbildung, sondern fungiert vor allem als Zentrum für den Krisenfall. Als Vorbild dient ein Projekt in Heidenau.

Autarkie im Ernstfall

Das Konzept setzt auf maximale Resilienz. „Innerhalb kurzer Zeit können wir vom Regel- in den Krisenbetrieb wechseln“, erklärt Ingo Reichelt Johanniter-Unfall-Hilfe vom Kreisvorstand des Regionalverbands Chemnitz/ Erzgebirge. Herzstück ist eine Netzersatzanlage (100 kW), die das Gebäude bei einem Blackout voll arbeitsfähig hält.

Flexibilität durch kluge Planung

Das Erdgeschoss ist als öffentliches Seminarzentrum konzipiert, das im Katastrophenfall sofort zur Unterbringung oder Behandlung umgenutzt werden kann. Durch die strategische Lage an der Bundesstraße und die hochwassersichere Topographie ist der Standort ideal.

Regional und nachhaltig

Es gibt eine Photovoltaik-Anlage und auch das Thema E-Mobilität hat man mit bedacht. Mit dem gesamten Projekt liegt man im Zeit- und Kostenplan – auch dank der engen Zusammenarbeit mit regionalen Handwerksbetrieben, wie Reichelt sagt. Geplant ist, das Regelbetrieb im April am Standort startet, die offizielle Eröffnung folgt im Juni. Das Modell stößt bereits bundesweit auf Interesse innerhalb der Hilfsorganisation.

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