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Leukersdorfer Steinbruch: Arbeiten sollen bis 2045 dauern

Vorhaben Längere Laufzeit wurde beim Oberbergamt beantragt

Leukersdorf. 

Leukersdorf. Bis ins Jahr 2045 plant die Geiger Unternehmens-gruppe, Porphyrtuff im Steinbruch im Jahnsdorfer Ortsteil Leukersdorf abzubauen. Das Gestein wird in Form von Splitt und Schotter hauptsächlich für den Straßenbau verwendet. Das Unternehmen stellte beim Oberbergamt bereits einen entsprechenden Antrag. Ursprünglich sollte der Abbau schon in zehn Jahren enden.

Laut Pressereferentin Julia Kopaunik von der Firma Geiger umfasst der jetzige Antrag die restliche Abbaufläche und wurde gestellt, um das Potenzial der Lagerstätte völlig auszuschöpfen.

In der Gemeinde Jahnsdorf stößt das Vorhaben sowohl bei den Anwohnern, als auch im Gemeinderat auf wenig Gegenliebe. Die Jahnsdorfer Straße, über die das Gestein abtransportiert wird, führt mitten durch den Ort. Der dadurch entstehende Staub und Lärm sorgt für Unmut.

Von der Gemeinde beauftragte Zählungen des Verkehrsaufkommens zeigen, dass die Straße täglich von mehr als 2000 Fahrzeugen passiert wird. Daher fordert die Gemeinde eine andere Route. Julia Kopaunik erklärt: "Für Lärm und Staub sind für uns die Regelungen nach Bundesimmissionsschutzgesetz und die entsprechenden technischen Anleitungen maßgebend."

Der Abbaubetrieb sei nachfrageorientiert, ausschließlich danach richte sich der Transportverkehr. Um die Belastung für die Anwohner zu verringern, werden in Teilen des Steinbruchs die Sprengungen aufgrund einer geänderten Abbautechnik (Gesteinsfräse) reduziert.

Eine neue Zufahrt mit moderner Waschanlage, schalldämmenden Wänden und einer Waage, die sicherstellen soll, dass die Fahrzeuge nicht überladen werden, ist kurz vor der Fertigstellung. Zudem wird demnächst eine neue Reifenwaschanlage in Betrieb genommen.

Im Leukersdorfer Steinbruch wird bereits seit 1934 Porphyrtuff abgebaut. Die Geiger Unternehmensgruppe erwarb den Steinbruch Anfang der 1990er Jahre.