• Corona-News
  • Sachsen
  • Chemnitz
  • Erzgebirge
  • Mittelsachsen
  • Vogtland
  • Westsachsen
Corona-News

Liberale wollen saubere Luft

Forderung FDP im Erzgebirge sieht "Explosion nur als Spitze des Eisbergs"

Die Explosion in einer grenznahen tschechischen Chemiefabrik hat in der vergangenen Woche für viel Verunsicherung im sächsischen Erzgebirge gesorgt und die Kritiker der tschechischen Gesetze zum Schutz der Umwelt auf den Plan gerufen. Denn der sogenannte "Katzendreck-Gestank", der aus Tschechien immer wieder auch in die Region geweht wird, erregt die Gemüter schon seit vielen Jahren. Die FDP im Erzgebirge sieht daher die Landes- und Bundesregierung in der Pflicht, sich mit Nachdruck der Problematik Luftverschmutzung durch Industrieparks in Tschechien anzunehmen. Denn die Explosion ist nach Aussage des designierten Generalsekretärs der Liberalen im Erzgebirge, Heiko Schmuck, nur der Spitze des Eisbergs. "Durch die wiederkehrende Belastung der Luft im Erzgebirge, sehen wir die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr und geraten als Politik in Erklärungsnot", so Schmuck in einer offiziellen Mitteilung.

Schmuck freut sich, dass sich einerseits bereits die Bundesgesundheitsministerin der Problematik angenommen habe und andererseits nun eine neue Messtechnik eingesetzt werde, nach deren Auswertung die Geruchsstoffe analysiert werden und danach der Verursacher gefunden werden kann. Schmuck sorgt sich aber um die zeitlichen Abläufe. "Es werden vermutlich Jahre vergehen", so der FDP-Lokalpolitiker. Deshalb drängt er auf schnelle Hilfe und fragt: "Wurden in Zusammenarbeit mit dem Bundesgesundheitsministerium schon einmal aktuelle Krankheitsfälle der Region geprüft?"

Seine Partei würde die Arbeit der vielen Bürgerinitiativen "Für saubere Luft im Erzgebirge" unterstützen. "Wir sind sehr froh über deren Engagement." Die Bürgerinitiativen hätten in den vergangenen 15 Jahren viel Aufklärungsarbeit geleistet. "Wir müssen dringend versuchen, gemeinsam das Problem zu lösen." klw/pm



Prospekte