"Lichtblick sind die Fans"

Versammlung Helge Leonhardt bleibt Präsident - Wappenentscheidung vertagt

Helge Leonhardt ist und bleibt Präsident des Fußball-Drittligisten FC Erzgebirge Aue. Der Unternehmer wurde auf der FCE-Mitgliederversammlung, die in der vergangenen Woche erstmals im Kulturhaus Aue über die Bühne ging, im Amt bestätigt. Außerdem zeigte Leonhardt, dessen Zwillingsbruder Uwe über viele Jahre erfolgreich die Geschicke des Vereins führte, dass er immer für eine Überraschung gut ist. Ganz überraschend zog der Veilchen-Boss die Entscheidung über die angestrebte Wappenänderung zurück. Leonhardt betonte, dass er eine Sorgfaltspflicht habe und dass er aus diesem Grund die Entscheidung darüber auf einen späteren Zeitpunkt vertage. Gleichzeitig machte der 57-Jährige deutlich, dass er die FCE-Gemeinde nicht spalten wolle. Denn im Vorfeld war über Sinn oder Unsinn einer Wappenänderung eine heftige Diskussion entbrannt.

In seinem emotionalen Rechenschaftsbericht zeichnet Leonhardt noch einmal den harten und steinigen Weg nach, den der Verein in den vergangenen Monaten in Angriff nehmen musste. So rechnete er mit den Schiedsrichtern am Ende der vergangenen Saison ab, sprach von zweifelhaften Entscheidungen der Unparteiischen: "Das war eine riesengroße Sauerei." Über den Abstieg sagte er: "Wir haben wirklich eine Nacht geflennt. Doch es ging ein Licht auf und das waren die Fans." Die Eintrittswelle hält noch immer an, fast 6.000 Mitglieder hat der Verein mittlerweile.