Lichterdorf aus Miniaturhäusern

plan Neukirchen möchte mit innovativer Idee Aufmerksamkeit erregen

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Albrecht Hilbert (l.) von der Firma Modellbau Hilbert in Neukirchen und Ulrich Haselhuhn (r.) von der Firma Immodell Modellbau in Lichtenstein beim Bau des ersten Miniaturgebäudes. Foto: Georg Dostmann

Neukirchen. Neukirchen wird zur Weihnachtszeit um eine Attraktion reicher. In der Nähe des Schwibbogens am Platz am Stern entsteht ein Lichterdorf mit leuchtenden Modellen von bedeutenden Neukirchener und Adorfer Gebäuden.

Seit September laufen die Arbeiten

Am Samstag vor dem ersten Advent erfolgte die offizielle Einweihung des ersten Nachbaus. Dabei handelt es sich um die Grundschule. "Wir haben uns für dieses Gebäude entschieden, da es das architektonisch eindrucksvollste im Ort ist", berichtet Jürgen Beyer, Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins Neukirchen. Er hatte die Idee des Lichterdorfes von Bürgermeister Sascha Thamm aufgegriffen. Anschließend kontaktierte er Albrecht Hilbert, den Inhaber der Firma Modellbau Hilbert, und fragte, ob er das erste Haus fertigen könnte. Anfang September begann dieser in Zusammenarbeit mit Ulrich Haselhuhn von der Firma Immodell Modellbau in Lichtenstein mit der Planung sowie später mit der Herstellung der Kunststoffeinzelteile. Parallel dazu erhielten diese ihre Farbgebung. Mitte November erfolgte die Montage. "Für die Beleuchtung der kleinen Grundschule sorgen vier LED-Leuchtstäbe, die 24 Stunden am Tag brennen", erklärt Albrecht Hilbert.

Das fertige Modell hat den Maßstab 1 zu 20, ist ungefähr 120 mal 100 mal 70 Zentimeter groß und wiegt etwa 100 Kilogramm. Die Kosten für die Miniatur-Grundschule belaufen sich auf etwa 6000 Euro, die über Spenden sowie Eigenmitteln der Gemeinde bezahlt wurden.

Jedes Jahr ein neues Modell

Noch bis Ende Januar 2018 steht das Modell neben dem Schwibbogen, anschließend wird es eingelagert. In den kommenden Jahren soll das Lichterdorf jeweils zum Schwibbogenfest am Samstag vor dem ersten Advent ein neues Miniaturmodell erhalten. Insgesamt sind fünf aktuelle und historische Gebäude geplant. Jürgen Beyer sagt: "Das Lichterdorf soll ein neues Alleinstellungsmerkmal von Neukirchen sein, mit dem wir auf die Gemeinde aufmerksam machen wollen". Zudem wird damit eine Tradition wiederbelebt. Zu DDR-Zeiten stand am selben Platz bereits ein Lichterhaus. Dabei handelte es sich jedoch um keinen Nachbau, sondern um ein rein fiktives Gebäude.