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Lichtmess ist heute digital zu erleben

Lichtmeß: Zschorlauer haben Video aufgezeichnet

Zschorlau. 

Zschorlau. In vielen Fenstern ist bis jetzt die Weihnachtsbeleuchtung noch in vollem Glanz zu sehen gewesen, doch heute an Lichtmess wird die Beleuchtung ausgeschaltet. Das man die Weihnachtszeit erst Anfang Februar ausklingen lässt, das ist auch in Zschorlau Tradition. "Es ist von Jahr zu Jahr gewachsen, sodass gut 80 Prozent der Leute die Beleuchtung länger brennen lassen. In diesem Jahr waren es gefühlt noch mehr, bedingt sicher auch durch Corona", sagt Rene Förster von der Landeskirchlichen Gemeinschaft Zschorlau. Im Ort gehört es normalerweise dazu, dass man sich zu Lichtmess an der Ortspyramide versammelt, bei Roster und Glühwein den Klängen des Posaunenchores lauscht und dann gemeinsam die Pyramide anhält. Doch in Zeiten der Corona-Pandemie ist alles anderes. Und so haben sich die Evangelischen Allianzgemeinden in Zschorlau etwas einfallen lassen, damit die Lichtmess trotz der Umstände zu erleben ist. Quasi Lichtmess Daheim. Die Initiatoren sorgen online fürs Programm mit Musik und einem Gruß von Bürgermeister Wolfgang Leonhardt.

Dazu hat man im Vorfeld ein Video aufgezeichnet, das heute ab 19 Uhr freigeschaltet wird. Zu sehen ist es online auf YouTube. Mit Roster und Heißgetränken könne sich jeder zuhause selbst versorgen, so Förster. Zur Lichtmess dürfe auch das Pyramiden-Rätsel nicht fehlen, so Förster: "Die Frage steht: warum wurde die Pyramide vor Weihnachten schon mehrfach angehalten? Doch die lässt sich leicht beantworten." Man könnte ketzerisch sagen, auch die Pyramide ist am Virus erkrankt, so Wolfgang Leonhardt: "Wir haben uns bemüht, das defekte Lager zu reparieren und Maßnahmen zu ergreifen, dass es nicht zum totalen Stillstand der Pyramide kommt, doch leider ist uns das nicht gelungen." Bezogen auf die Situation sagt der Bürgermeister: "Verzichten ist schwer und tut sicherlich auch weh, aber es ist notwendig gewesen und wird es auch weiterhin bleiben. Wir dürfen die Hoffnung nicht verlieren auf bessere Zeiten, die uns wieder vieles ermöglichen."