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Liedermacher will Berliner Künstlerin nach seiner Musik tanzen lassen

Musik Olaf Stelmecke möchte bei seinem Publikum trotz Lockdown präsent sein

Haselbach/Berlin. 

Haselbach/Berlin. Die Bühnenkunst ruht im deutschen Lande. Auch Olaf Stelmecke, der unter seinem Künstlernamen Stellmäcke firmiert, ist seit Monaten nicht mehr aufgetreten. Finanzielle Rücklagen sowie Honorare, die ihm die GEMA für das Senden seiner Lieder etwa im Radio überweist, halten ihn über Wasser. Außerdem hat seine Frau Arbeit. Deshalb hört man den 56-Jährige auch zu Krisenzeiten nicht klagen. Er weiß, dass es vielen seiner Kollegen viel schlechter geht.

"Ich habe die Befürchtung, dass etwa ein Drittel der Künstler aufgeben muss", sagt er. Dabei bezieht er sich auf Gespräche und die Tatsache, dass mittlerweile mehrere seiner Musiker- oder Schauspielerfreunde in allen möglichen Bereichen ihr Geld verdienen. Das sei natürlich katastrophal für die Kunstlandschaft nach Corona. Stellmäcke denkt jedoch nicht ans Aufgeben, auch nicht im Homeoffice. Er arbeitet jeden Tag. Aktuell geht er vor allem zwei Projekten nach. So arbeitet er auf der einen Seite an einer Kinderlieder-CD. Auf der anderen Seite plant er ein Video. In diesem möchte er seine Musik mit Tanz kombinieren. Der Grund liegt für den Haselbacher auf der Hand. Wenn der Prophet nicht zum Berg kommen kann, muss der Berg eben zum Propheten gebracht werden. Oder: Da ihn sein Publikum nicht besuchen kann, muss er in die Wohnzimmer der Musikfreunde kommen. Auf diese Weise bleibt er präsent und im Kontakt mit seinem Publikum.

Spendenkonto für Tänzerin eingerichtet

Musik alleine schien ihm nicht wirkungsvoll genug zu sein. Ein Gespräch mit Tochter, die in Berlin studiert, brachte ihn auf die Berliner Tänzerin Hannah Juliane Steenbeck. Ihn faszinierte, wie ausdrucksstark sie Musik in Körpersprache umsetzte. Er kontaktierte sie und schickte ihr einige seiner Lieder. Sie entschied sich für "Lass' mich bei dir sein" - ein melancholisch hoffnungsvolles Lied, in dem es um den Wunsch nach Nähe in guten wie in schlechten Zeiten geht. Das passt auch bestens in die aktuelle Zeit, wie Stellmäcke findet. Deshalb freute ihm "Jules" Auswahl sehr. Schließlich möchte auch er anderen Menschen Hoffnung geben.

Ein Problem muss der Liedermacher und Schauspieler noch lösen. Er will der Tänzerin ein Honorar in Höhe von 2.000 Euro zahlen. Auch sie musste im zurückliegenden Jahr mit der Bühnenabstinenz leben und herbe Einschnitte hinnehmen. Das Honorar ist für die völlig eigenständige Umsetzung und technische Realisierung des Videos samt Tanzchoreografie, Untermalung mit Fotos, Bildern oder weiterer Elemente bestimmt. Etwa die Hälfte ist auf dem Spendenkonto bereits eingezahlt worden. Näheres dazu sowie die Daten für das Spendenkonto sind im Internet unter www.stellmaecke.de zu finden.



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