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Lila-Weiße Erfolgsgeschichte: FC Erzgebirge Aue wird 75!

Fakten Geschichtlicher Abriss eines ostdeutschen Traditionsvereins, der seine 15. Saison im Unterhaus des Fußballs spielt

Aue. 

Aue. Heute jährt sich der Gründungstag des aktuell erfolgreichsten Fußballvereins unserer Region. Kurz nach dem 2. Weltkrieg fand die ganze Geschichte seinen Ursprung: Ab 1946 nahmen die Auer Fußballer an lokalen Fußballmeisterschaften teil. Die Sportgemeinschaft Aue wurde 1949 zur BSG "Pneumatik Aue". Erst ab 1951 firmierte sie unter dem Namen BSG Wismut Aue. Die Betriebssportgemeinschaft spielte als einzige Mannschaft von 1951 ohne Unterbrechung bis 1990 in der Oberliga der Deutschen Demokratischen Republik. In der DDR war das die höchste Spielklasse.

Wappen als absolutes Symbol eines Vereins und einer Region

Das Wappen von Wismut Aue zeigte schon ab 1949 ein großes W sowie Schlägel und Eisen. Aus dieser Kombination entwickelte sich der Schlachtruf: "Zwei gekreuzte Hämmer und ein großen W - das ist Wismut Aue unsre BSG. Wir kommen aus der Tief, wir kommen aus dem Schacht - Wismut Aue, die neue Fußballmacht." Stefan Gerlach schrieb später zu diesem Schlachtruf ein Lied, das bis heute vor jedem Anstoß im Erzgebirgsstadion erklingt. Die Fans erheben sich in diesen Minuten von ihren Plätzen und halten ihre Schals ausgebreitet über ihren Köpfen.

Große Erfolge wenige Jahre nach der Gründung

Die größten Erfolge feierte die Mannschaft zwischen 1954 und 1963. Die Auer mussten in dieser Zeit allerdings als Sektion Fußball des SC Wismut Karl-Marx-Stadt antreten. Heimspielstätte blieb aber das Otto-Grotewohl-Stadion in Aue. Bis 1963 gewannen sie drei DDR-Meisterschaften und holten sich einmal den Pokal. 1989/1990 trat die BSG Wismut Aue in die letzte Oberliga-Saison der DDR an. Es war eine bittere Saison. Lediglich fünf Siege konnten in dieser Spielzeit eingefahren werden. Achtmal trennte sich das Team mit einem Remis. Zum Schluss standen die Veilchen auf dem vorletzten Tabellenplatz und stiegen in ihrer 40. Oberligasaison ab. Sportlich ging es deshalb in der Nordost-Liga weiter.

Aktueller Name wird nach der Wiedervereinigung gefunden

Nach 1990 änderten sich sowohl der Name als auch das Wappen mehrfach. Erst 1993 erhielt er seinen heutigen Namen FC Erzgebirge Aue. Das Wappen ist an das Stadtwappen von Aue mit seinen Brücken angelehnt. 2003 stieg der FC Erzgebirge Aue mit Cheftrainer Gerd Schädlich erstmals in die 2. Fußball-Bundesliga auf und spielte bis 2008 im Fußball-Unterhaus. Bereits am vorletzten Spieltag konnte 2003 der Aufstieg in Dresden perfekt gemacht werden. Die ganze Region feierte damals das Team und die Verantwortlichen um Vereinspräsident Uwe Leonhardt. In den erste drei Jahren kamen die Veilchen auf einstellige Tabellenplätze.

Der zweite Aufstieg gelang Rico Schmitt im Jahr 2010. Erneut gehörten die Erzgebirger fünf Jahre lang der zweithöchsten deutschen Spielklasse an, ehe es 2015 zurück in die 3. Liga ging. Den sofortigen Wiederaufstieg schaffte Cheftrainer Pavel Dotchev, der ein völlig neues Team aus dem Boden stampfte. Damit spielt der FC Erzgebirge Aue die 15. Saison in der 2. Fußball-Bundesliga. Kein anderes ostdeutsches Team hat dies erreicht.

 

Hinweis: Am Samstag gibt es im BLICK Aue und Stollberg eine große Sonderveröffentlichung zum Jubiläum. Auch online wird es in den nächsten Tagen den ein oder anderen Beitrag rund ums Jubiläum geben. Zu Wort kommen die aktuellen Bosse, ehemalige Aktive und prägende Funktionäre!



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