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Livemusiker George Martin kämpft ums Überleben

Leute Als Cover-Musiker fällt man durch die Raster

Annaberg-B. 

Annaberg-B. Georg Seidl, alias George Martin, ist Livemusiker aus Leidenschaft. Ob Hotelbar, Vernissage, Kleinkunstbühne, Festival, Firmen- oder Privatveranstaltung, mit seinem vielseitigen Soloprogramm ist der Gitarrist und Sänger seit vielen Jahren erfolgreich. Heute interpretiert George Martin mit eigenen Akustik-Arrangements und gewohnt erfrischender Sanges-Akrobatik Dauerfavoriten von 1960 bis heute in seiner ganz persönlichen Stilistik. Vor allem jedoch sorgt der Annaberg-Buchholzer bei seinen Auftritten mit einer gelungenen Mischung aus erzgebirgischer Volksmusik für Stimmung. Dabei setzt er bewusst auf alte Traditionen verpackt in einem neuen musikalischen Gewand.

"Die Verluste holen wir nicht wieder auf"

Bereits mit 14 Jahren gab Georg seine ersten Konzerte. Spätere folgten Schüler-Rockbands und Top 40-Formationen, Musical-Projekte sowie Auftritte mit diversen Bands im In- und Ausland. 2004 hat sich der gelernte Landschaftsgärtner in der Sportartikelbranche selbstständig gemacht.

Seit 2016 ist die Musik sein Hauptberuf und genau das fällt ihm jetzt auf die Füße. "Seit Beginn der Corona-Krise habe ich keine Auftritte mehr und halte mich mit ein paar Social-Media-Auftritten über Wasser, um nicht in Vergessenheit zu geraten", erklärt der Musiker: "Als Cover-Musiker fällt man durch alle Raster, weil man nicht selber schreibt und in keinem Orchester spielt. Also musste ich Harz IV beantragen. Das ist für einen Selbstständigen keine schöne Situation."

Über Pfingsten sind dem 39-Jährigen alle Termine weggefallen. "Die Veranstalter sagen, das verschieben wir auf das nächste Jahr. Für uns ist das nicht machbar, denn die Verluste holen wir nicht wieder auf. Hotels und Gaststätten sind selbst in Not. Ich befürchte, dieses Jahr passiert nicht mehr viel. Der Punkt ist, dass auch Veranstaltungen die demnächst oder in einem halben Jahr stattfinden abgesagt wurden. Damit wird den Leuten der Mut genommen", so der Annaberger, der sich nur wünscht, endlich wieder Musik machen zu können.

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