Lob geht einher mit Selbstkritik

Fan-Stammtisch Anhänger des FCE fordern mehr Leidenschaft

Zöblitz. 

Zöblitz. Für den Fußball-Zweitligisten FC Erzgebirge Aue ist der enge Kontakt zu seinen Anhängern sehr wichtig. Daher gibt es immer wieder Fan-Stammtische. In dieser Woche durfte sich der Fanclub der MEK-Bus Freunde Erzgebirge über prominenten Besuch freuen. Neben Trainer Daniel Meyer waren drei Spieler nach Zöblitz gekommen. Den größten Beifall nach dem traditionellen Steigerlied zum Einmarsch erhielt dabei Jan Hochscheidt, doch auch Philipp Riese und Neuzugang Philipp Zulechner durften sich über einen herzlichen Empfang und viele Fragen freuen.

Noch mindestens zwei Siege für Klassenerhalt nötig

Zunächst einmal gab es viel Positives zu hören. So betonte der aus Österreich stammende Zulechner, dass er sich im Erzgebirge schon pudelwohl fühle. Hochscheidt rückte den Teamgeist in den Vordergrund: "Mir ist egal, ob ich die Tore schieße oder andere. Wichtig sind nur die Punkte." Und von denen haben die Veilchen noch einige nötig, um die Klasse zu halten. Der Rechnung ihres Trainers zufolge sind noch mindestens zwei Siege nötig. Einen davon hätte der FCE gern gegen Dresden eingefahren, doch das Sachsen-Derby endete 1:2.

Fans für Saisonendspurt genauso gefordert wie das Team

Während einige Fans kritisierten, dass sich die Spieler nicht von der tollen Atmosphäre anstecken ließen, führte Meyer die Pleite auf eine taktische Systemumstellung der Gäste nach der Pause zurück: "Damit, dass sie mit drei Stürmern wie die Teufel vorn drauf gegangen sind, kamen wir nicht zurecht." Doch dann meldete sich in Zöblitz ausgerechnet ein Dresdner zu Wort: Marko Misera. Aus Berufsgründen hat es den Erzgebirger an die Elbe verschlagen, doch sein Herz schlägt immer noch für Aue. Er hatte den weiten Weg zum Stammtisch auch deshalb zurückgelegt, um an die Fans zu appellieren: "Derzeit ist es zu ruhig im Stadion, wir brauchen aber die Stimmung." Neben der Mannschaft seien im Saisonendspurt also auch die Anhänger gefordert.