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Loch in der Baugrube in Zwönitz deutet auf Altbergbau hin

Maßnahme Kommune hat Oberbergamt und belesenen Zwönitzer zu Rate gezogen

Zwönitz. 

Zwönitz. Im Bereich der Austel-Villa in Zwönitz laufen Baumaßnahmen. Dabei ist man jetzt auf ein Loch in der Baugrube gestoßen, was offensichtlich altbergbauliche Ursachen hat, wie Ute Hahn, Bauamtsleiterin der Stadt Zwönitz sagt. Daraufhin habe man das Oberbergamt hinzugezogen, welches nun die Sicherung beauftragt - es werde vermutlich in Richtung Verfüllung gehen.

Erst mal schauen, bevor man den Schacht verschüttet

Den ortskundigen Jens Hahn hat man ebenfalls zu Rate gezogen, da sich der Zwönitzer mit der Literatur gut auskennt und weiß, was an altem Grubenbau verzeichnet ist, so die Bauamtsleiterin: "Er hatte auch eine Vermutung, was es sein könnte, aber direkt eine verzeichnete Anlage gab es in dem Bereich nicht." Jens Hahn vermutet, wie er sagt, dass der Stollen aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts stammt: "Mit Bürgermeister Wolfgang Triebert habe ich mich verständigt, dass bevor alles mit Beton verpresst wird, man noch einmal genau schaut, ob man etwas findet, was auf das Alter schließen lässt."

Bau nicht groß verzögert

Bis jetzt liege man trotz des Fundes und der damit verbundenen Maßnahmen weiterhin im Zeitplan, was die Baumaßnahme angeht, sagt Ute Hahn: "Wir müssen sehen, wie schnell das jetzt alles geht, aber wir rechnen nicht mit größeren Verzügen." Bezüglich des historischen Bergbaus, so werde alles dokumentiert, kartiert und fotodokumentiert. Was die eigentliche Baumaßnahme, den Neubau an der Austel-Villa angeht, so werden als nächstes die Fundamente eingebracht, die Grundleitungen gelegt und danach kommt die Bodenplatte.

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