Lokale Allianz hilft durchzublicken

Sozial Damit Demenzkranke zu Hause bleiben können

Erzgebirge. 

Bis zu 1,5 Millionen Menschen sind heute in Deutschland an Demenz erkrankt. Die Unterstützung der Betroffenen und ihrer Angehörigen gehört daher in den kommenden Jahren zu den vordringlichen Herausforderungen für die Gesellschaft. Umso wichtiger ist es, dass es auch in der Erzgebirgsregion eine starke Vereinigung gibt, die sich dieser Aufgabe stellt: Die "Lokale Allianz für Menschen mit Demenz im Erzgebirge". "Seit dem 1. September 2015 hat der AWO Kreisverband Annaberg/Mittleres Erzgebirge die Weiterführung der Lokalen Allianz genehmigt bekommen", freut sich Saskia Kuban von der AWO und erklärt weiter: "Im September waren wir sogar zum Bürgerfest des Bundespräsidenten nach Berlin eingeladen. Hier konnten unser Kreisverband und der Erzgebirgische Förderverein für Seniorenarbeit (EFSa) mit Unterstützung regionaler Sponsoren das Erzgebirge würdig vertreten." Der nächste Höhepunkt ist schon in Sicht. So ist am 4. Dezember im Unterkunftshaus auf dem Bärenstein eine Informationsveranstaltung geplant. Unter dem Thema "Älter werden in der Heimatgemeinde" geht es gezielt darum, bestehende Strukturen für das Problem Demenz zu sensibilisieren. Große Unterstützung gibt es vom Bärensteiner Bürgermeister Bernd Schlegel. Er sagt: "Auch als Kommune müssen wir uns der Frage stellen, wie können Betroffene länger in ihrem gewohnten Umfeld zu Hause bleiben und wie kann man den Menschen die Angst vor Demenz nehmen." Mit der Lokalen Allianz für Menschen mit Demenz wurde eine Plattform geschaffen, wo sich Betroffene und Angehörige über bereits Vorhandenes informieren können. Deshalb sind zur Infoveranstaltung Fachmediziner, Kommunen, Bürgermeister, das Landratsamt sowie Organisationen dabei, die mit dem Thema Demenz zu tun haben.