Lorenzo ist neuer Weltmeister

Diskussion Valentino Rossi wird von drei Spaniern ausgebremst

Gestern Abend hat ein Thema die Gemüter zwischen Hohenstein-Ernstthal und Oberlungwitz zum Kochen gebracht. Die Rennsport-Enthusiasten rund um den Sachsenring ließen direkt an der Rennstrecke beim üblichen Trainingsbetrieb, an den Tankstellen zwischen der Goldbachstraße und Badberg, in Gesprächsrunden auf dem Altmarkt, vom Gymnasium bis in die vierten Klassen der Karl-May-Grundschule, dort, wo einige der jüngsten Pocket-Bike-Rennfahrer zu Hause sind, ein Problem nicht los.

Das letzte WM-Rennen der Saison 2015 bewegte die Gemüter, vor allem die Niederlage von Valentino Rossi, der eine schier endlose Fanschar am Sachsenring sein eigen nennen kann.

Jorge Lorenzo holte sich dank des Erfolges 25 Punkte und wurde zum dritten Male Weltmeister. Valentino reichten die sieben Zähler Vorsprung aus den letzten 17 Rennen nicht, obwohl er durchs Feld pflügte - vom vorletzten Platz auf vier. Und an der Spitze ordnete sich alles dem zukünftigen Weltmeister unter. Ein Duo sicherte hinter dem Sieger mit Marc Marquez und Dani Pedrosa die Führung und den Sieg ab. So halfen zwei Honda-Piloten einem Yamaha-Konkurrenten zum Titel. Sonderbar? Eigenartig! "Man hat deutlich gesehen, dass Marquez hätte schneller fahren können", kommentierten vier Motorrad-Fahrer an der Tankstelle am Badberg das Geschehen. "Der für seine aggressive Fahrweise bekannte Marquez setzte in den 45 Minuten nicht einmal zum Überholen an", so Paul Großer aus Oberlungwitz und Tony Kübers (10) meinte aufgeregt: "Valentino ist besch... worden." So die Meinung vieler Fans hierzulande.

Ein denkwürdiges Finale, bei dem sogar der Dritte noch so schnell war, seinen Markenkollegen zu überholen. Der aber nur kurz zuckte - und vorbei war er wieder, um seinen Platz hinter Lorenzo einzunehmen, um doch alles daran zu setzten, dass Rossi nicht Weltmeister werden konnte? Geht die Fehde zwischen ihm und Rossi weiter? Auf alle Fälle hat er nunmehr das weltweite Rossi Lager gegen sich. Er wird es sicherlich in Zukunft spüren. Und das auch am Sachsenring am 17. Juli 2016.