Lortzings Oper nach fast 170 Jahren wieder zurück

Kultur Komische Oper "Zum Großadmiral" gibt es im Annaberger Theater zu erleben

Annaberg-Buchholz. 

Annaberg-Buchholz. Am Sonntag hatte die Komische Oper "Zum Großadmiral" am Annaberger Eduard-von-Winterstein-Theater Premiere. Damit kam die letzte noch auszugrabende Lortzing-Oper, unter der musikalischen Leitung von GMD Naoshi Takahashi in der Inszenierung von Ingolf Huhn nach fast 170 Jahren in Annaberg-Buchholz zurück auf eine Theaterbühne.

Zum Stück informiert Chris Brinkel von der Öffentlichkeitsarbeit: "Prinz Heinrich ist ein loser Geselle. Er interessiert sich für Kneipen und für Frauenabenteuer - mehr als für das englische Hofzeremoniell und die Gemahlin. Auch an seinem Geburtstag zieht es ihn lieber in die Hafenkneipe des alten Kaperkapitäns Copp Movbrai mit seinem Seemannsgarn und den netten jungen Mädchen. 'Zum Großadmiral' heißt die Schenke und 'Großadmiral' ist auch das Codewort, mit dem Heinrich davonkommt."

Stück aus Zeiten der Revolution wieder zurück

Das ist die Ausgangssituation in Lortzings Komischer Oper, einem Kind der Revolution: 1847 in Wien geschrieben, aber in Leipzig - ohne den Komponisten - uraufgeführt, wurde es noch an einer Handvoll großer Häuser gespielt, um dann, wie möglichst alles aus der Revolution, in der Versenkung zu verschwinden. Nach knapp 170 Jahren ist das Stück nun zum ersten Mal wieder in seiner Originalgestalt zu erleben: in Annaberg-Buchholz.

Als Prinz Heinrich steht Jason Lee auf der Bühne, den Grafen von Rochester singt Jason-Nandor Tomory, als Catharina, Heinrichs Gemahlin, ist Bettina Grothkopf zu hören. Es spielt die Erzgebirgische Philharmonie. Weitere Vorstellungen gibt es am 8. Mai um 19.30 Uhr, am 12. Mai um 19 Uhr und am 19. Mai um 15 Uhr. Karten sind im Servicebüro sowie unter der Telefonnummer 03733 1407-131 und per Email unter service@winterstein-theater.de erhältlich.