• Corona-News
  • Sachsen
  • Chemnitz
  • Erzgebirge
  • Mittelsachsen
  • Vogtland
  • Westsachsen
Chemnitz

Luxusproblem im Veilchen-Sturm

Fussball FCE-Cheftrainer Daniel Meyer freut sich über seine Offensive

Aue. 

Aue. Der Kader bei Fußball-Zweitligist FC Erzgebirge Aue ist groß. Gerade in der Offensive hat Cheftrainer Daniel Meyer immer wieder die Qual der Wahl. Nach ein paar Startschwierigkeiten kann er sich über seine Stürmer nicht beschweren. Pascal Testroet, Dimitrij Nazarov, Mario Kvesic und jetzt auch Emmanuel Iyoha haben sich mittlerweile in die Torschützenliste eingetragen. Einzig und allein der Name des Relegationshelden fehlt noch: Sören Bertram war in dieser Saison bisher glücklos.

Auswechsler erzielt einen Treffer

Im letzten Spiel gegen Holstein Kiel schenkte Trainer Meyer zunächst Pascal Testroet und Sören Bertram das Vertrauen. In der 69. Minute brachte er Iyoha für Paco und der entpuppte sich als Schnellzünder. Drei Minuten später gelang ihm der Ausgleichstreffer: "Ich war gut vorbereitet, weil der Trainer auch ganz klar meinte: Wenn es nicht läuft, dann brauch er mich und ich bin natürlich froh, dass ich ihm dann so, das Vertrauen zurückzahlen konnte." Das Tor war ein ganz verrücktes: Denn der 20-Jährige, der nur auf Leihbasis im Erzgebirge weilt, traf aus extrem spitzen Winkel: "So hart wie möglich aufs Tor bringen, sodass er Probleme hat zu reagieren. Dass er dann reingeht, ist umso schöner", so Iyoha, der damit gegen Kiel seinen ersten Treffer im Veilchen-Trikot erzielte. Dass in dieser Situation kein anderer mit ihm Richtung Tor unterwegs war und hätte angespielt werden konnte, habe er gar nicht wirklich realisiert. "Ich habe in der Situation nur gedacht: Ich bin gerade reingekommen, will mal ein Zeichen setzen und das Ding direkt draufhauen."

Wer spielt im Sachsen-Derby?

Ähnlich super machte es in der Nachspielzeit Dimitrij Nazarov, der ebenfalls kurz zuvor eingewechselt worden war. Auf der Bank stimmt also die Qualität. "Das zeigt, dass alle gut trainiert haben, dass alle heiß sind, zu spielen. Jeder versucht halt, dem Trainer etwas anzubieten, dass er von Anfang an spielen kann. Heute haben Dima und ich das ganz gut gemacht und darauf, können wir in der Länderspielpause ganz gut darauf aufbauen."

Daher dürfte es für Daniel Meyer schwer sein, zu entscheiden, wem er in der sächsischen Landeshauptstadt am nächsten Freitag das Vertrauen schenkt. Doch er meinte nach dem Spiel, dass ihm diese Situation lieber sei als anders herum.



Prospekte