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Vogtland

Möbelfundus muss schließen

Ausverkauf Neue Ideen für soziales Möbelkaufhaus sind gefragt

Im Annaberger Möbelfundus ist Räumungsverkauf angesagt. Das bedeutet, der Möbelfundus schließt zum Monatsende seine Türen. Kerstin Günther von der SEG Sozialbetrieb Erzgebirge erklärt warum: "Die Umsatzzahlen sind leider rückläufig und wir können ihn nicht mehr halten, jedenfalls nicht in dieser Dimension und in dieser großen Halle. Das heißt jedoch nicht, dass wir aufgeben. Zurzeit sind wir dabei, gemeinsam mit der Stadt Annaberg-Buchholz eine Lösung zu finden, um den Möbelfundus an einer anderen Stelle wieder zu eröffnen. Es wäre schön, wenn wir die Ware in einem Gebäude unter 300 qm neu präsentieren könnten." Um den Standort zu halten, hat der Sozialbetrieb alles probiert und ausgeschöpft, das reicht von Förderrichtlinien bis hin zu Ausschreibungen für Institutionen. Auch mit neuen Ideen wollte das Team punkten. Dazu gehörte "Vintage and More", eine Verjüngungskur durch die gebrauchte Möbel wie teure Designerstücke wirken. Am Ende hat alles nichts genutzt. Traurig ist dies umso mehr, da es den Fundus schon 21 Jahre gibt und hier nicht nur der soziale Aspekt, sondern auch der Umweltfaktor eine große Rolle spielt. "Wir haben immer daran geglaubt, dass immer mehr Leute an die Umwelt denken und erkennen, dass man viele Dinge zweimal oder noch öfter benutzen kann. Doch das war ein Trugschluss", bedauert Saskia Kuban und hat noch eine Bitte: "Wenn Institutionen, Bürger oder Vereine Ideen haben, wie es mit dem Möbelfundus weitergehen könnte, bitten wir sie sich bei uns zu melden." Bis zum 31. Juli muss der Möbelfundus in der Adam-Ries-Straße 29 komplett geräumt werden. Geöffnet ist Mo., Mi., Fr. von 10 bis 13 Uhr, Die. 14 bis 17 Uhr, Do. 14 bis 16 Uhr sowie Samstag 10 bis 12 Uhr und nach Vereinbarung. Infos unter Ruf: 03733/23527.



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