Märchenwoche vereint Jung und Alt

Generationenhaus Kinder und Großeltern profitieren von gemeinsamen Aktivitäten

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Bei ihrem Picknick erhielten die Kinder, Großeltern und Betreuer Besuch vom nicht ganz so bösen Wolf (links). Foto: A. Bauer

Schlößchen. Unter dem Motto "Das Märchenschloss erwacht zum Leben" werden im Generationenhaus Lebensbaum in Schlößchen derzeit mehrere Projekte durchgeführt. "Die Kinder beschäftigen sich viel mit Märchenfiguren. Sie singen, machen Schattenspiele, basteln und studieren auch selbst ein Stück ein", sagt Leiterin Steffi Hübl über die Mädchen und Jungen der im Haus ansässigen Kita.

Kinderfest Anfang Juni

Beim Kinderfest, das am 2. Juni ab 14.30 Uhr den abschließenden Höhepunkt darstellt, werden sie als Bremer Stadtmusikanten auftreten. Doch die Projektzeit hatte für die Kinder noch viel mehr zu bieten als nur das Theaterstück.

Unter anderem genossen sie eine Woche lang die "Großeltern in Aktion", bei dem sie täglich von 9 bis 11 Uhr eine sehr interessante Zeit mit Opa und Oma verbrachten. "Bis zu 20 Großeltern waren immer dabei. Für sie war es eine ebenso schöne Zeit wie für die Kinder. Alle Beteiligten hatten etwas davon", bilanziert Steffi Hübl.

Während am ersten Tag alle als Bremer Stadtmusikanten gemeinsam musizierten, wurde am zweiten Tag im Stile von Aschenputtel gekocht und gebacken. Nachdem die Kinder und ihre Großeltern genau wie Rotkäppchen den nicht wirklich bösen Wolf getroffen hatten, widmete man sich noch dem Handwerk und dem Sport.

Kinder können viel von den Großeltern lernen

"Die Goldene Kugel des Froschkönigs war zum Zielwerfen da", nennt Steffi Hübl nur eine von vielen Aktivitäten, die Jung und Alt vereinten. Der Nutzen für die Kinder bestand vor allem darin, etwas zu lernen, das ihnen die eigenen Eltern kaum noch beibringen können.

"Die ganz einfachen Spiele wie Huppe-Kästel ohne Handy und Computer kennen ja heutzutage nicht mehr viele", so die Leiterin. Für die Großeltern wiederum war die Anerkennung und der Respekt ein ganz wichtiger Faktor. Viele tankten beim dritten Projekt dieser Art viel Energie und gingen nach eigenen Angaben "wie aufgeladen" wieder nach Hause.