Magisches Naturschauspiel im Erzgebirge: Lichtsäulen leuchten am Nachthimmel

Eiskalte Temperaturen um minus zehn Grad sorgten im Kurort Oberwiesenthal für ein außergewöhnliches Naturschauspiel

Oberwiesenthal, Kurort

Ein beeindruckendes Winterphänomen war in der letzten Nacht über dem Kurort Oberwiesenthal zu beobachten. In den Abend- und Nachtstunden bildeten sich helle, senkrechte Lichtsäulen, die weit in den Himmel reichten und die winterliche Landschaft in eine beinahe märchenhafte Kulisse verwandelten.

Minusgrade als entscheidender Faktor

Ursache für das seltene Naturschauspiel waren die anhaltend tiefen Temperaturen von rund minus zehn Grad. Unter solchen Bedingungen entstehen in der bodennahen Luft feinste, schwebende Eiskristalle, die für das menschliche Auge meist unsichtbar bleiben. Bei ruhiger Wetterlage und klarer Luft können sie sich jedoch besonders gut ausbilden.

Licht wird an Eiskristallen reflektiert

Trifft das Licht von Straßenlampen, Gebäuden oder der Beleuchtung am Skihang auf diese winzigen Eiskristalle, wird es an deren Oberflächen reflektiert. Dadurch entstehen die typischen senkrechten Lichtstreifen, die als sogenannte Lichtsäulen bezeichnet werden. Sie scheinen direkt aus den Lichtquellen in den Himmel aufzusteigen.

Schneeproduktion kann Effekt verstärken

Auch die Schneeproduktion am Skihang könnte die Erscheinung zusätzlich begünstigt haben. Durch die feine Zerstäubung von Wasser in der kalten Luft können sich weitere Eiskristalle bilden, die den Effekt lokal verstärken. Voraussetzung bleibt jedoch stets eine sehr kalte, nahezu windstille Wetterlage.

Ein seltenes Schauspiel der kalten Jahreszeit

Lichtsäulen zählen zu den seltenen optischen Phänomenen des Winters und sind nur unter ganz bestimmten Wetterbedingungen sichtbar. Dass sie nun so deutlich über Oberwiesenthal zu sehen waren, machte die Nacht zu einem besonderen Erlebnis für Einheimische und Gäste – ein eindrucksvoller Beweis dafür, welche faszinierenden Bilder der Winter im Erzgebirge bereithalten kann.

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