Malen gegen Frust und für die Seele

Leute Ursula Fietsch zeigt ihre Erzgebirgsbilder in der Kurparkhalle

Derzeit gibt es in der Naturparkgalerie in der Kurparkhalle von Thermalbad Wiesenbad die neue Sonderausstellung "Farben der Heimat" zu sehen. Bis zum 22. Februar 2013 zeigt Ursula Fietsch hier ihre Erzgebirgsimpressionen aller Jahreszeiten. Wenn die Hobbymalerin in dem kleinen Atelier in ihrem abseits gelegenen Häuschen in Rübenau sitzt, dann eröffnet sich ihrem Blick die böhmische Seite des Erzgebirges. Bei dieser Aussicht wird klar: Ursula Fietsch kann gar nicht anders, als ihr geliebtes Erzgebirge zu malen. Lachend erzählt die gelernte Ökonomin: "Als Außendienstler bin ich nach der Wende durch das ganze Erzgebirge gedüst und habe mich in die Region verliebt. Die Landschaft um unser Haus ist einfach wunderbar. Der Blick, das Panorama, die Idylle und das Gefühl, wir sind hier die Letzten. Selbst das Rotwild kann ich von meinem Fenster aus beobachten." Die 70-Jährige ist eigentlich eine Großstädterin und stammt aus dem damaligen Karl-Marx-Stadt. An die Einsamkeit in Rübenau hat sie sich gern gewöhnt. Denn hier kann sie malen, wie es ihr gefällt und was ihr das Herz sagt. An der Wand hängt ihr erstes Werk, die Sattlerschmiede. "Als es mir vor zirka 16 Jahren nicht so gut ging, da habe ich mir ein Stück Stoff gesucht und mit einem ganz dünnen Pinsel angefangen zu malen. Es folgten weitere Arbeiten und später auch zahlreiche Ausstellungen. Inzwischen sind über 500 Bilder entstanden." Alles was Ursula Fietsch mit Öl auf Leinwand bannt, kennt sie auch persönlich. Ihre Bilder zeigen sonnendurchflutete Wälder, Brücken, Talsperren, Bauwerke sowie Kirchen, und das zu jeder Jahreszeit. Malen ist für die Rübenauerin Medizin. Sie malt sich einfach den Frust von der Seele und beglückt damit so ganz nebenbei auch die Betrachter.