Malerarbeiten an der Schulbrücke Aue sind abgeschlossen

Maßnahme Bauwerk erstrahlt wieder in Weiß

Aue. 

Aue. Die Schulbrücke in Aue erstrahlt wieder in einem leuchtenden Weiß - Malerarbeiten sind dort gelaufen. Dabei sind die Brüstung und die Putten frisch gestrichen worden. Die heutige Schulbrücke hat eine Länge von 25 Metern und ist 7 Meter breit. Als Zierde besitzt die Schulbrücke beidseitig Brüstungen und Puttenfiguren - seit ihrem Neubau stehen die beiden Gesichtsreliefs und 3 Putten an den Brüstungen der Brücke unter Denkmalschutz.

Die Schulbrücke hat eine lange Geschichte. Bereits 1899 hat es ein Brücke gegeben, die dem Wäschefabrikanten Gantenberg gehörte. Damals war es eine eiserne Fußgängerbrücke. Darüber gelangte man von seiner Firma aus in seinen Garten. An der Stelle stand später das Kino. Die alte Gantenberg-Villa steht bis heute. Gemeint ist das Bürgerhaus am Postplatz.

Im Jahr 1914 baute man die Brücke aus Stein, um auf kürzestem Weg das Postamt und die Dürerschule zu erreichen. Wegen Baufälligkeit musste diese Brücke 80 Jahre später saniert werden. Dabei ist aus einer Trogbrückenkonstruktion eine Plattenbalkenbrücke aus drei Fertigteilen und mit einem vollkommen neuem, statischen System geworden. Die starken Brückenbrüstungen, die früher Träger der Gesamtkonstruktion waren, sind erhalten worden und dienen jetzt als Schmuckelement. Einen Eisenbeton-Stein mit der Aufschrift "Schulbrücke - erbaut in den Kriegsjahren 1914/15" hat man im Juli 1999 auf dem Gelände der Polizeidirektion Aue gefunden. Wie der Stein dort hin gelangt ist, weiß man nicht. Es wird vermutet, dass der Stein dem Bau des ehemaligen Kinos zum Opfer gefallen und bei einem Erdmassenaustausch aus Unachtsamkeit an seinen Fundort verbracht wurde. Gefunden wurde der Gedenkstein im Juni 2001 bei Bauarbeiten. Dieser ist in der Nähe seines ehemaligen Standplatzes aufgestellt worden.